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Das Bellverhalten von Kangals
22:36 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Bei Kangals kann man im wesentlichen zwischen drei "Bellarten" unterscheiden.
Sie geben ein gleichmäßiges, abgehacktes Bellen von sich um zu zeigen, dass in der äußeren Bewachzone etwas aufgetaucht ist. Wobei sie aber den Eindringling in dieser Entfernung noch nicht als gefährlich einstufen, ihn aber trotzdem im Auge behalten.
Ein sehr dominantes Bellen, welches das erste stark an Schnelligkeit und Lautstärke übertrifft, ertönt, wenn der Hund auf dem Feld etwas erspäht oder sich etwas nähert, das eine Gefahr bedeuten könnte und erhöhte Aufmerksamkeit verlangt. In diesem Fall lenkt auch die Herde ihre Aufmerksamkeit auf den Hund um auf seinen Befehl zu warten, wenn er sie veranlasst, sich an einen bestimmten Ort zu bewegen, den er selbst als sicher beurteilt.
Ein dominantes, drohendes Knurren mit gefletschten Zähnen deutet auf etwas hin, das sehr gefährlich ist und unbedingt aufgehalten werden muss. Hier droht absolut akute Gefahr.
Sie geben ein gleichmäßiges, abgehacktes Bellen von sich um zu zeigen, dass in der äußeren Bewachzone etwas aufgetaucht ist. Wobei sie aber den Eindringling in dieser Entfernung noch nicht als gefährlich einstufen, ihn aber trotzdem im Auge behalten.
Ein sehr dominantes Bellen, welches das erste stark an Schnelligkeit und Lautstärke übertrifft, ertönt, wenn der Hund auf dem Feld etwas erspäht oder sich etwas nähert, das eine Gefahr bedeuten könnte und erhöhte Aufmerksamkeit verlangt. In diesem Fall lenkt auch die Herde ihre Aufmerksamkeit auf den Hund um auf seinen Befehl zu warten, wenn er sie veranlasst, sich an einen bestimmten Ort zu bewegen, den er selbst als sicher beurteilt.
Ein dominantes, drohendes Knurren mit gefletschten Zähnen deutet auf etwas hin, das sehr gefährlich ist und unbedingt aufgehalten werden muss. Hier droht absolut akute Gefahr.
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Wie beschützt ein Kangal eine Herde
22:04 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Ein anatolischer Hirtenhund beschützt seine Herde zum einen, indem er eine "äußere Grenze" um die Schafe zieht, die er einmal morgens und einmal abends umrundet, um das Territorium zu markieren. Nichts innerhalb dieser äußeren Grenze wird von den Hunden beschädigt, sie drehen lediglich ihre Runde und kehren danach zurück zur Herde.
Zum anderen zieht der Hund eine "innere Grenze" um die Herde, deren Gebiet er als Beschützerzone ansieht. Er hält sich immer zwischen der Herde und dieser Pufferzone auf, die er zwischen den beiden Begrenzungen gezogen hat, und verhält sich normalerweise immer ruhig, liegt in der Nähe der Herde solange, bis etwas ungewöhnliches in der Zone passiert, die er bewachen soll. Circa einmal pro Stunde steht er auf und zieht seine Kreise unter der Herde, überprüft alles, und legt sich dann wieder an einem neuen Platz nieder. Er erkennt sehr schnell, was der Situation zugehörig ist und welche Personen zu dem Umfeld gehören. Solange dann nichts ungewöhnliches auftaucht, bleibt er ruhig an seinem Platz liegen.
Ein ausgewachsener anatolischer Hirtenhund weiß instinktiv, dass er sich ruhig und vorsichtig zu verhalten hat, und sich unter der Herde unauffällig bewegen soll. Wenn er dauernd unruhig durch die Menge streifen würde, würde er damit die Tiere nervös machen und könnte sie somit nicht mehr richtig beschützen. Kangals haben hier eine sehr hohe Grenze, bis sie tatsächlich den Frieden stören weil sie etwas als Gefahr sehen. Beim ersten Bellen, dass sie dann von sich geben, signalisieren sie der Herde sogar immer noch, dass keine Gefahr besteht. Beim zweiten Bellen übermittelt er ihnen, dass der Störenfried immer noch anwesend ist und deshalb erhöhte Aufmerksamkeit angebracht ist. Die Herde wird dann weiterhin grasen, wird aber mit einem Ohr auf den Hund horchen.Wenn dieser dann entscheidet, dass eine Gefahr wirklich bedrohend ist, verändert sich beim Bellen die Tonlage. Er beginnt hin und her zu laufen und signalisiert der Herde, zusammenzukommen, und zeigt ihnen, in welche Richtung sie sich bewegen sollen, so dass ein Vorteil gegenüber dem Eindringling entsteht. Er kann durch seine Bewegungen die Herde sichern, ohne dabei dem Feind den falschen Eindruck eines Rückzuges zu vermitteln.
Der Körperbau der anatolischen Hirtenhunde ist so gemacht, dass sie etwas länger als hoch sind. Dies verleiht ihnen einen federnden Gang, der ihnen erlaubt, sich sehr schnell zu bewegen ohne aber den Eindruck einer solchen Schnelligkeit zu machen. Sie können eine Herde komplett durchqueren um alles zu überprüfen, ohne auch nur ein einziges Schaf zu beunruhigen. Seitdem die Hunde mit der Aufgabe bedacht wurden, Schafe in den Hochplateaus Anatoliens zu bewachen, mussten sie die gleiche Agilität wie die Schafe aufweisen. Sobald ihre Geschwindigkeit sich erhöht, wird ihr Gang sehr schmal, ideal also, um enge Pfade schnell zu durchkämmen. Durch diese Beweglichkeit benötigen sie auch gar kein massives Gewicht, um Feinde und Eindringlinge abzuwehren.
Eigentlich ist "hüten" nicht wirklich das richtige Wort für die Tätigkeit der Kangals. Die Herde kann laufen, wo immer sie hinmöchte, da die einzige Aufgabe des Hundes im Bewachen liegt. Sollte ein Mitglied in der Herde sich ungewöhnlich verhalten, wird der Hund in seiner Nähe bleiben und bellen, um die Aufmerksamkeit des Schäfers erregen. (Z.B. wenn ein Tier in einem Loch feststeckt oder sich irgendwo verfangen hat) Wenn ein Herdenmitglied auf dem Rücken liegt und sich absolut still verhält, wird das den Hund lediglich dazu veranlassen, bei ihm zu bleiben, nicht aber zu bellen. Denn solange das Tier ruhig daliegt, weiss der Hund nicht, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
Zum anderen zieht der Hund eine "innere Grenze" um die Herde, deren Gebiet er als Beschützerzone ansieht. Er hält sich immer zwischen der Herde und dieser Pufferzone auf, die er zwischen den beiden Begrenzungen gezogen hat, und verhält sich normalerweise immer ruhig, liegt in der Nähe der Herde solange, bis etwas ungewöhnliches in der Zone passiert, die er bewachen soll. Circa einmal pro Stunde steht er auf und zieht seine Kreise unter der Herde, überprüft alles, und legt sich dann wieder an einem neuen Platz nieder. Er erkennt sehr schnell, was der Situation zugehörig ist und welche Personen zu dem Umfeld gehören. Solange dann nichts ungewöhnliches auftaucht, bleibt er ruhig an seinem Platz liegen.
Ein ausgewachsener anatolischer Hirtenhund weiß instinktiv, dass er sich ruhig und vorsichtig zu verhalten hat, und sich unter der Herde unauffällig bewegen soll. Wenn er dauernd unruhig durch die Menge streifen würde, würde er damit die Tiere nervös machen und könnte sie somit nicht mehr richtig beschützen. Kangals haben hier eine sehr hohe Grenze, bis sie tatsächlich den Frieden stören weil sie etwas als Gefahr sehen. Beim ersten Bellen, dass sie dann von sich geben, signalisieren sie der Herde sogar immer noch, dass keine Gefahr besteht. Beim zweiten Bellen übermittelt er ihnen, dass der Störenfried immer noch anwesend ist und deshalb erhöhte Aufmerksamkeit angebracht ist. Die Herde wird dann weiterhin grasen, wird aber mit einem Ohr auf den Hund horchen.Wenn dieser dann entscheidet, dass eine Gefahr wirklich bedrohend ist, verändert sich beim Bellen die Tonlage. Er beginnt hin und her zu laufen und signalisiert der Herde, zusammenzukommen, und zeigt ihnen, in welche Richtung sie sich bewegen sollen, so dass ein Vorteil gegenüber dem Eindringling entsteht. Er kann durch seine Bewegungen die Herde sichern, ohne dabei dem Feind den falschen Eindruck eines Rückzuges zu vermitteln.
Der Körperbau der anatolischen Hirtenhunde ist so gemacht, dass sie etwas länger als hoch sind. Dies verleiht ihnen einen federnden Gang, der ihnen erlaubt, sich sehr schnell zu bewegen ohne aber den Eindruck einer solchen Schnelligkeit zu machen. Sie können eine Herde komplett durchqueren um alles zu überprüfen, ohne auch nur ein einziges Schaf zu beunruhigen. Seitdem die Hunde mit der Aufgabe bedacht wurden, Schafe in den Hochplateaus Anatoliens zu bewachen, mussten sie die gleiche Agilität wie die Schafe aufweisen. Sobald ihre Geschwindigkeit sich erhöht, wird ihr Gang sehr schmal, ideal also, um enge Pfade schnell zu durchkämmen. Durch diese Beweglichkeit benötigen sie auch gar kein massives Gewicht, um Feinde und Eindringlinge abzuwehren.
Eigentlich ist "hüten" nicht wirklich das richtige Wort für die Tätigkeit der Kangals. Die Herde kann laufen, wo immer sie hinmöchte, da die einzige Aufgabe des Hundes im Bewachen liegt. Sollte ein Mitglied in der Herde sich ungewöhnlich verhalten, wird der Hund in seiner Nähe bleiben und bellen, um die Aufmerksamkeit des Schäfers erregen. (Z.B. wenn ein Tier in einem Loch feststeckt oder sich irgendwo verfangen hat) Wenn ein Herdenmitglied auf dem Rücken liegt und sich absolut still verhält, wird das den Hund lediglich dazu veranlassen, bei ihm zu bleiben, nicht aber zu bellen. Denn solange das Tier ruhig daliegt, weiss der Hund nicht, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
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Artgerechte Haltung eines Kangals (2)
20:58 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Bereits vor der Anschaffung muss man sich im Klaren sein, dass man die Verantwortung für dieses Tier ca. 14 Jahre zu tragen hat, weshalb langfristige Planung unabdingbar ist.
Um eine artgerechte Unterbringung zu gewährleisten braucht man hauptsächlich: Viel Platz!
Der Kangal ist ein Arbeitshund. Seit Jahrhunderten wurde er gezüchtet um die Schafsherden in den endlosen Hochplateaus Anatoliens zu begleiten und zu beschützen. Diese Wanderungen sind zwar nicht schnell, aber stetig. Selbstverständlich kann man unsere urbane Welt nicht mit den türkischen Weiden vergleichen, aber das Territorium muss groß genug sein, um die Bewegungsbedürfnisse des Kangals zu stillen. Er braucht täglich seine Spaziergänge, um vor allem seine psychische Stabilität und Ausgeglichenheit zu festigen.
Das Grundstück sollte dementsprechend auch gut gesichert sein. Alles, was ein Kangal sieht, betrachtet er als eigenes Territorium und versucht das auch vehement zu verteidigen. Zäune sind dabei nur Hindernisse, keine Grenzen! Kangals sind wahre Ausbruchskünstler, daher muss ein Zaun entsprechend hoch und tief eingegraben sein. Kraftvolles Springen ist für einen Kangal eine der leichfertigsten Fähigkeiten.
Zudem hat ein Kangal meist seine eigene Vorstellung von Gartengestaltung und lässt sich nur selten eines Besseren belehren. Wer einen penibel gepflegten Garten liebt sollte sich keinen Kangal anschaffen. Blumenbeete, Teichrosen etc. finden keinerlei Anklang bei ihnen und werden kurzerhand eliminiert. Büsche haben bei Rüden kaum Überlebenschancen, bei Hündinnen hat eher der Rasen zu leiden.
Ein Kangal braucht immer eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Bewachen ist zwar seine Leidenschaft, dennoch ist er kein Einzelgänger. Zufrieden wird er nur mit seinem Rudel bzw. seien Schützlingen sein. Er benötigt einen Menschen, eine Bezugsfamilie, woraus immer diese sich zusammensetzt, wo er auch vollständig integriert werden muss. Wenn er alleine gehalten wird, ist er kein guter Wachhund. Er sehnt sich stark nach einer engen Bindung zu "seinem" Menschen. Lebt er alleine irgendwo, wird er sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit freuen, welches ihm Fremde schenken oder er wird versuchen auszubrechen, da Objektbewachung absolut nicht sein Ding ist.
Zudem ist der Kangal wetterunempfindlich und robust. Draussen ist er immer gerne, vorrausgesetzt er hat einen Platz, der ihn vor Regen, Wind, Schnee etc. schützt. Er muss aber trotzdem immer Kontakt halten können zu seinen Menschen im Haus und nachprüfen dürfen ob dort alles in Ordnung ist. Daher ist eine reine Gartenhaltung nicht zu empfehlen.
Die meisten Kangals sind vor allem nachtaktiv, d.h. dass sie bei Dämmerung ihre Wachsamkeit steigern und sie auch viel und laut bellen. Wenn es Nachbarn gibt die sich dadurch gestört fühlen, könnte das die Haltung eines Kangals unmöglich machen.
Zudem muss man sich sehr viel und intensiv mit den Tieren beschäftigen. "Feierabend"-Hunde sind sie absolut nicht und dürfen daher auch nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. In der Erziehung sind sie sehr schwierig, weshalb man immer und immer wieder mit ihnen üben muss. Auch die Sozialisierung kann eine sehr zeitraubende Angelegenheit sein, die man nicht unterschätzen oder vernachlässigen darf.
Urlaub mit einem Kangal oder längeres Alleinelassen kann zu großen Schwierigkeiten führen, da er sich nie von Fremden leiten lassen wird. Daher ist es schlichtweg unverantwortlich einen Kangal einem Unbekannten anzuvertrauen.
Manchmal hört man, dass Kangals am besten mit anderen Haustieren zusammenleben sollten, am besten mit Schafen oder Ziegen, damit sie ihre natürliche Veranlagung ausleben können. Sicherlich wird das jedem Kangal gefallen, aber was er in seiner Prägung nicht gelernt hat, braucht er auch nicht. Daher kann man dies getrost als Märchen abtun.
Hier zum ersten Teil: Artgerechte Haltung von Kangals (1)
Um eine artgerechte Unterbringung zu gewährleisten braucht man hauptsächlich: Viel Platz!
Der Kangal ist ein Arbeitshund. Seit Jahrhunderten wurde er gezüchtet um die Schafsherden in den endlosen Hochplateaus Anatoliens zu begleiten und zu beschützen. Diese Wanderungen sind zwar nicht schnell, aber stetig. Selbstverständlich kann man unsere urbane Welt nicht mit den türkischen Weiden vergleichen, aber das Territorium muss groß genug sein, um die Bewegungsbedürfnisse des Kangals zu stillen. Er braucht täglich seine Spaziergänge, um vor allem seine psychische Stabilität und Ausgeglichenheit zu festigen.
Das Grundstück sollte dementsprechend auch gut gesichert sein. Alles, was ein Kangal sieht, betrachtet er als eigenes Territorium und versucht das auch vehement zu verteidigen. Zäune sind dabei nur Hindernisse, keine Grenzen! Kangals sind wahre Ausbruchskünstler, daher muss ein Zaun entsprechend hoch und tief eingegraben sein. Kraftvolles Springen ist für einen Kangal eine der leichfertigsten Fähigkeiten.
Zudem hat ein Kangal meist seine eigene Vorstellung von Gartengestaltung und lässt sich nur selten eines Besseren belehren. Wer einen penibel gepflegten Garten liebt sollte sich keinen Kangal anschaffen. Blumenbeete, Teichrosen etc. finden keinerlei Anklang bei ihnen und werden kurzerhand eliminiert. Büsche haben bei Rüden kaum Überlebenschancen, bei Hündinnen hat eher der Rasen zu leiden.
Ein Kangal braucht immer eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Bewachen ist zwar seine Leidenschaft, dennoch ist er kein Einzelgänger. Zufrieden wird er nur mit seinem Rudel bzw. seien Schützlingen sein. Er benötigt einen Menschen, eine Bezugsfamilie, woraus immer diese sich zusammensetzt, wo er auch vollständig integriert werden muss. Wenn er alleine gehalten wird, ist er kein guter Wachhund. Er sehnt sich stark nach einer engen Bindung zu "seinem" Menschen. Lebt er alleine irgendwo, wird er sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit freuen, welches ihm Fremde schenken oder er wird versuchen auszubrechen, da Objektbewachung absolut nicht sein Ding ist.
Zudem ist der Kangal wetterunempfindlich und robust. Draussen ist er immer gerne, vorrausgesetzt er hat einen Platz, der ihn vor Regen, Wind, Schnee etc. schützt. Er muss aber trotzdem immer Kontakt halten können zu seinen Menschen im Haus und nachprüfen dürfen ob dort alles in Ordnung ist. Daher ist eine reine Gartenhaltung nicht zu empfehlen.
Die meisten Kangals sind vor allem nachtaktiv, d.h. dass sie bei Dämmerung ihre Wachsamkeit steigern und sie auch viel und laut bellen. Wenn es Nachbarn gibt die sich dadurch gestört fühlen, könnte das die Haltung eines Kangals unmöglich machen.
Zudem muss man sich sehr viel und intensiv mit den Tieren beschäftigen. "Feierabend"-Hunde sind sie absolut nicht und dürfen daher auch nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. In der Erziehung sind sie sehr schwierig, weshalb man immer und immer wieder mit ihnen üben muss. Auch die Sozialisierung kann eine sehr zeitraubende Angelegenheit sein, die man nicht unterschätzen oder vernachlässigen darf.
Urlaub mit einem Kangal oder längeres Alleinelassen kann zu großen Schwierigkeiten führen, da er sich nie von Fremden leiten lassen wird. Daher ist es schlichtweg unverantwortlich einen Kangal einem Unbekannten anzuvertrauen.
Manchmal hört man, dass Kangals am besten mit anderen Haustieren zusammenleben sollten, am besten mit Schafen oder Ziegen, damit sie ihre natürliche Veranlagung ausleben können. Sicherlich wird das jedem Kangal gefallen, aber was er in seiner Prägung nicht gelernt hat, braucht er auch nicht. Daher kann man dies getrost als Märchen abtun.
Hier zum ersten Teil: Artgerechte Haltung von Kangals (1)
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Artgerechte Haltung eines Kangals (1)
19:13 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Aufgrund des intelligenten, selbstbewussten und unabhängigen Wesens des Kangals bedeutet es eine sehr große Verantwortung in unserer dicht besiedelten Gesellschaft, einen solchen Hund zu halten. Daher sollte ein Kangal auch nie der erste Hund eines Halters sein, da es einer langjährigen Erfahrung bedarf um der Erziehung standhalten zu können. Jeder sollte sich vorher überlegen, ob er dieser Anforderung standhalten kann und mit diesen Eigenschaften umgehen möchte und auch kann, Leider überschätzen sich viele vor der Anschaffung dieser wunderbaren Hunderasse und als Konsequenz leiden sowohl Mensch und Hund. Die Folge: Abgabe wegen Überforderung. Das ist leider keine Seltenheit.
Die Ausbildung ist nicht gerade leicht, da sie außerdem eine angeborene Dominanz besitzen. Um einen Kangal gut zu erziehen ist es absolut notwendig, ihn frühzeitig zu sozialisieren, ihm eine eindeutige Rangordnung zu vermitteln und eine Gehorsamkeitsausbildung zu vollziehen. Dafür braucht man nicht selten unendlich viel Geduld, Zeit und Konsequenz.
Jedoch sollte man übertrieben Härte ebenso vermeiden, da ein Kangal sich niemals unterdrücken lassen wird. Aus der Defensive heraus könnte er sonst nach vorne angreifen. Statt übermäßiger Strenge überzeugen ihn eher Vertrauen und innere Autorität, und wenn man dies als Halter erst einmal errungen hat, ist einem der Schutz des Hundes sicher.
In seiner Heimat ist der Kangal meist auf Selbstversorgung angewiesen , wobei er sich niemals weit von seiner Herde entfernt. Wenn er auf gewisse Tiere bereits als Welpe geprägt wurde, wir der diese auch stets beschützen.
Für Spiele ist ein Kangal nur sehr selten zu begeistern. In "Stöckchenwerfen" oder "Ball holen" sieht er keinen Sinn. Es macht den Eindruck, als sei dies etwas unter seiner Würde. Wenn er sich an dergleichen beteiligt, dann nur freiwillig um seinen Partnern einen Gefallen zu tun. Stattdessen gräbt er leidenschaftlich gerne tiefe Löcher! Außerdem sind ihm Schmusen und Körperkontakte sehr wichtig.
Was das Futter und die Pflege betrifft sind Kangals relativ genügsam, sind von Natur aus sauber und haben eigentlich wenig kennzeichnenden "Hundegeruch". Zweimal im Jahr haart er. Rassespezifische Erbkrankheiten gibt es keine für diese Tiere, sie sind relativ robust, was daher kommt, da in ihrer Heimat nur die stärksten Tiere die extremen Bedingungen überstehen und sich weiter fortpflanzen können. Zudem ist der Kangal ruhig und umgänglich mit allen ihm anvertrauten Menschen.
Im Spiel mit Kindern allerdings kann er infolge seiner Stärke und Statur ein wenig rau sein. Man darf nicht vergessen, dass diese Hunde keine sanften Riesen und erst recht keine Kinderhunde sind.
Der Kangal benötigt einen möglichst großen Garten mit hohem Zaun, denn er braucht als aktiver Arbeitshund viel Bewegung und Freiheit. Freiheit muss nicht immer Auslauf bedeuten, sondern eher die Möglichkeit sich frei bewegen und handeln zu dürfen. Tolerante Nachbarn sind ebenfalls von Vorteil, da er gerne mal seine tiefe, dröhnende Stimme erhebt. Seine Leidenschaft ist das Bewachen, der er besonders gerne in der Dunkelheit oder Dämmerung nachgeht. Er wird sich den höchsten und besten Aussichtspunkt auf dem Grundstück suchen, sich dort platzieren und wachen, um alles im Blick zu behalten.
Dringend abzuraten ist von einer Zwingerhaltung. Außerdem braucht ein Kangal oft ausgedehnte Spaziergänge. Allerdings ist er keiner von der Sorte, die jeden Tag seine feste Route ablaufen möchte. Man sollte eher Spaziergänge machen, deren Länge und Dauer er selbst bestimmen kann. Kein Geruch und keine Spur entgehen einem Kangal, und dafür braucht er eben Zeit. Allerdings versteht er sich in der Regel überhaupt nicht mit fremden Hunden, deshalb muss man aufpassen, dass er mit seiner Kraft und Entschlossenheit niemals ausser Kontrolle gerät. Am besten sollte man ihn schon als Welpen an den Umgang mit vielen Menschen und Hunden gewöhnen, die ihn in Anwesenheit des Besitzers auch einmal berühren. Das ist deshalb so wichtig, um ihn auf andere Situationen vorzubereiten, zum Beispiel den ersten Tierarztbesuch, Gäste zu Hause oder wenn er mal an einer Hundeausstellung teilnehmen soll.
Hier zum zweiten Teil: Artgerechte Haltung von Kangals (2)
Die Ausbildung ist nicht gerade leicht, da sie außerdem eine angeborene Dominanz besitzen. Um einen Kangal gut zu erziehen ist es absolut notwendig, ihn frühzeitig zu sozialisieren, ihm eine eindeutige Rangordnung zu vermitteln und eine Gehorsamkeitsausbildung zu vollziehen. Dafür braucht man nicht selten unendlich viel Geduld, Zeit und Konsequenz.
Jedoch sollte man übertrieben Härte ebenso vermeiden, da ein Kangal sich niemals unterdrücken lassen wird. Aus der Defensive heraus könnte er sonst nach vorne angreifen. Statt übermäßiger Strenge überzeugen ihn eher Vertrauen und innere Autorität, und wenn man dies als Halter erst einmal errungen hat, ist einem der Schutz des Hundes sicher.
In seiner Heimat ist der Kangal meist auf Selbstversorgung angewiesen , wobei er sich niemals weit von seiner Herde entfernt. Wenn er auf gewisse Tiere bereits als Welpe geprägt wurde, wir der diese auch stets beschützen.
Für Spiele ist ein Kangal nur sehr selten zu begeistern. In "Stöckchenwerfen" oder "Ball holen" sieht er keinen Sinn. Es macht den Eindruck, als sei dies etwas unter seiner Würde. Wenn er sich an dergleichen beteiligt, dann nur freiwillig um seinen Partnern einen Gefallen zu tun. Stattdessen gräbt er leidenschaftlich gerne tiefe Löcher! Außerdem sind ihm Schmusen und Körperkontakte sehr wichtig.
Was das Futter und die Pflege betrifft sind Kangals relativ genügsam, sind von Natur aus sauber und haben eigentlich wenig kennzeichnenden "Hundegeruch". Zweimal im Jahr haart er. Rassespezifische Erbkrankheiten gibt es keine für diese Tiere, sie sind relativ robust, was daher kommt, da in ihrer Heimat nur die stärksten Tiere die extremen Bedingungen überstehen und sich weiter fortpflanzen können. Zudem ist der Kangal ruhig und umgänglich mit allen ihm anvertrauten Menschen.
Im Spiel mit Kindern allerdings kann er infolge seiner Stärke und Statur ein wenig rau sein. Man darf nicht vergessen, dass diese Hunde keine sanften Riesen und erst recht keine Kinderhunde sind.
Der Kangal benötigt einen möglichst großen Garten mit hohem Zaun, denn er braucht als aktiver Arbeitshund viel Bewegung und Freiheit. Freiheit muss nicht immer Auslauf bedeuten, sondern eher die Möglichkeit sich frei bewegen und handeln zu dürfen. Tolerante Nachbarn sind ebenfalls von Vorteil, da er gerne mal seine tiefe, dröhnende Stimme erhebt. Seine Leidenschaft ist das Bewachen, der er besonders gerne in der Dunkelheit oder Dämmerung nachgeht. Er wird sich den höchsten und besten Aussichtspunkt auf dem Grundstück suchen, sich dort platzieren und wachen, um alles im Blick zu behalten.
Dringend abzuraten ist von einer Zwingerhaltung. Außerdem braucht ein Kangal oft ausgedehnte Spaziergänge. Allerdings ist er keiner von der Sorte, die jeden Tag seine feste Route ablaufen möchte. Man sollte eher Spaziergänge machen, deren Länge und Dauer er selbst bestimmen kann. Kein Geruch und keine Spur entgehen einem Kangal, und dafür braucht er eben Zeit. Allerdings versteht er sich in der Regel überhaupt nicht mit fremden Hunden, deshalb muss man aufpassen, dass er mit seiner Kraft und Entschlossenheit niemals ausser Kontrolle gerät. Am besten sollte man ihn schon als Welpen an den Umgang mit vielen Menschen und Hunden gewöhnen, die ihn in Anwesenheit des Besitzers auch einmal berühren. Das ist deshalb so wichtig, um ihn auf andere Situationen vorzubereiten, zum Beispiel den ersten Tierarztbesuch, Gäste zu Hause oder wenn er mal an einer Hundeausstellung teilnehmen soll.
Hier zum zweiten Teil: Artgerechte Haltung von Kangals (2)
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