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Kangal Zucht in der Türkei
18:36 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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In der Türkei existiert im Gegensatz zu Deutschland kaum eine Art "organisiertes Zuchtwesen". Dennoch ist die Tradition der Hirtenhundrassen stark in der Kultur verankert. 1996 kamen erstmals Züchter und Experten aus der ganzen Welt in der Türkei zu einem Symposium zusammen. Dort war man sich zwar einig, dass der Kangal eine eigenständige Rasse bei den Hirtenhunden darstellt, jedoch werden diese nicht nach gängigen Standards des VdH oder FCI gezüchtet.
Grund dafür ist, da in den Ursprungsländern nicht so sehr die optische Erscheinung der Kangals im Mittelpunkt steht, sondern die Tauglichkeit und Arbeitsfähigkeit. Selbst ein noch so schöner und reinrassiger Kangal gilt dort als untauglich und überlebt nicht, wenn er als Arbeitstier nicht zu gebrauchen ist. Denn auch die Hirten dort sind arm, und können es sich nicht leisten, ein weiteres Maul zu füttern, das ihnen sonst keine Vorteile bringt. Einen warmen Ofenplatz in den eisigen Wintern steht dort keinem Kangal zu. Frostige Winter und extrem heiße Sommer müssen mühelos und ohne Hilfe überstanden werden.
Da in der Türkei auch kein organisierter Tierschutz stattfindet und Kangals kaum Entwurmungen und Impfungen in Anspruch nehmen können, sterben bereits viele Welpen schon in den ersten Monaten, da sie den Bedingungen nicht standhalten können.
Das Erscheinungsbild eines Kangal in der Türkei kann nicht klar gezeichnet werden, da wie gesagt ein Standard dort keine Rolle spielt und jeder Hirte seine eigene Auffassung von einem optisch schönen Kangal hat. Die fällt vor allen Dingen bei der unterschiedlichen Fellänge und Größe der Kangals auf. Außerdem sind die meisten Kangals in ihren Ursprungsländern etwas kleiner als in unseren Breitengraden, was wohl hauptsächlich auf die ausbleibende "Großzucht" mit Spitzenfutter zurückzuführen ist.
Des weiteren spielt die soziale Integration der Hunde eine große Rolle. Ist ein Hund nicht sozial anpassbar kann er dort nicht kontrolliert werden und gefährdet bzw. stört das Überleben der Menschen. Aus diesem Grunde werden solche Hunde oftmals getötet oder verjagt.
Inzucht ist ebenso ein eher unbekanntes Phänomen in den Ursprungsländern. Ein Kangal mit besonderen Fähigkeiten wird zwar auch häufig als Zuchttier eingesetzt, jedoch niemals aufgrund seiner Optik. Dies vermeidet auch entstehende Zuchtlinien wie in Europa, aus denen dann Krankheiten wie HD, Epilepsie und Augenkrankheiten hervorgehen.
Leider ist auch in den letzten Jahren ein stark abnehmender Kangalbestand festzustellen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Welpen aufgrund von vielen eingeschleppten Krankheiten und Unterernährung einer hohen Mortalitätsrate ausgesetzt sind, und Impfungen, Wurmkuren und Behandlungen für die Hirten viel zu teuer und/oder nicht verfügbar sind. Nur 10 % aller geborenen Welpen können überhaupt überleben.
Zudem geht auch der Schafbestand der Herden besonders in der Region um Sivas in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach unten, so dass die Hirten auch weniger Kangals brauchen und weniger nachziehen.
Als Fazit kann man sagen, dass es sehr schade ist, dass eine solch schöne Rasse in ihrer eigenen Heimat so gefährdet ist, und die deshalb unbedingt unsere Hilfe und Unterstützung benötigt.
Grund dafür ist, da in den Ursprungsländern nicht so sehr die optische Erscheinung der Kangals im Mittelpunkt steht, sondern die Tauglichkeit und Arbeitsfähigkeit. Selbst ein noch so schöner und reinrassiger Kangal gilt dort als untauglich und überlebt nicht, wenn er als Arbeitstier nicht zu gebrauchen ist. Denn auch die Hirten dort sind arm, und können es sich nicht leisten, ein weiteres Maul zu füttern, das ihnen sonst keine Vorteile bringt. Einen warmen Ofenplatz in den eisigen Wintern steht dort keinem Kangal zu. Frostige Winter und extrem heiße Sommer müssen mühelos und ohne Hilfe überstanden werden.
Da in der Türkei auch kein organisierter Tierschutz stattfindet und Kangals kaum Entwurmungen und Impfungen in Anspruch nehmen können, sterben bereits viele Welpen schon in den ersten Monaten, da sie den Bedingungen nicht standhalten können.
Das Erscheinungsbild eines Kangal in der Türkei kann nicht klar gezeichnet werden, da wie gesagt ein Standard dort keine Rolle spielt und jeder Hirte seine eigene Auffassung von einem optisch schönen Kangal hat. Die fällt vor allen Dingen bei der unterschiedlichen Fellänge und Größe der Kangals auf. Außerdem sind die meisten Kangals in ihren Ursprungsländern etwas kleiner als in unseren Breitengraden, was wohl hauptsächlich auf die ausbleibende "Großzucht" mit Spitzenfutter zurückzuführen ist.
Des weiteren spielt die soziale Integration der Hunde eine große Rolle. Ist ein Hund nicht sozial anpassbar kann er dort nicht kontrolliert werden und gefährdet bzw. stört das Überleben der Menschen. Aus diesem Grunde werden solche Hunde oftmals getötet oder verjagt.
Inzucht ist ebenso ein eher unbekanntes Phänomen in den Ursprungsländern. Ein Kangal mit besonderen Fähigkeiten wird zwar auch häufig als Zuchttier eingesetzt, jedoch niemals aufgrund seiner Optik. Dies vermeidet auch entstehende Zuchtlinien wie in Europa, aus denen dann Krankheiten wie HD, Epilepsie und Augenkrankheiten hervorgehen.
Leider ist auch in den letzten Jahren ein stark abnehmender Kangalbestand festzustellen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Welpen aufgrund von vielen eingeschleppten Krankheiten und Unterernährung einer hohen Mortalitätsrate ausgesetzt sind, und Impfungen, Wurmkuren und Behandlungen für die Hirten viel zu teuer und/oder nicht verfügbar sind. Nur 10 % aller geborenen Welpen können überhaupt überleben.
Zudem geht auch der Schafbestand der Herden besonders in der Region um Sivas in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach unten, so dass die Hirten auch weniger Kangals brauchen und weniger nachziehen.
Als Fazit kann man sagen, dass es sehr schade ist, dass eine solch schöne Rasse in ihrer eigenen Heimat so gefährdet ist, und die deshalb unbedingt unsere Hilfe und Unterstützung benötigt.
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Kommentare
Der Name "Sivas-Kangal"
19:08 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Dieser Name stiftet wohl von allen am meisten Verwirrung. Angeblich dürften sich nur Kangals, die aus Sivas stammen so nennen, was aber völliger Blödsinn ist. Wenn jemand ein Pärchen aus Sivas mit nach Deutschland nimmt und dort züchtet, was sind dann die Nachkommen? Der Name ist lediglich eine andere Bezeichnung, deckt sich aber mit der Bedeutung von "Kangal".Er wurde eingeführt, weil die Region Sivas in der Türkei eine besonder hohe Aufenthaltsdichte dieser Rasse aufweist und viele Züchter dort ihren Sitz haben und hatten.
Der Name "Kangal"
17:53 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Neben der Erklärung dieses Namens über die Stadt "Kangal" in der Provinz Sivas, da sich die HUnde früher hauptsächlich in dieser Provin aufhielten, gibt es eine weitere, die eng mit dieser verknüpft ist. Sie besagt, dass die Hunde durch den Aga von Kangal vor ca. 60 Jahren zu ihrem Namen kamen. Turhan Kangal hat außerdem einen türkischen Standart erstellt, der nun seit Jahren darum kämpft, vom FCI anerkannt zu werden.
Seither ist diese Bezeichnung die bekannteste von allen, lediglich die Engländer sind bei der ursprünglichen geblieben und auch in der Türkei wird dieser Name nicht immer benutzt.
Seither ist diese Bezeichnung die bekannteste von allen, lediglich die Engländer sind bei der ursprünglichen geblieben und auch in der Türkei wird dieser Name nicht immer benutzt.
Die Zeit vor Christus - frühe Einflüsse der Entwicklung & Namensgebung
16:28 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Später begann Kleinasien historisch fassbar zu werden und die babylonische Schrift kam nach Zentralanatolien. Die damaligen Lebensumstände wurden in zahlreichen Texten in altassyrischer Sprache aus der Zeit bis 1900 v. Chr. beschrieben.
Die wirtschaftliche Situation war großartig in Mittelanatolien. Es gab ein weit verzweigtes Handelsnetz unter der Führung assyrischer Niederlassungen. Unmengen an Waren wurden durch große Eselskarawanen über den Taurus nach Kanesh gebracht und von dort aus in den Westen und Norden. Dabei wurden diese Karawanen immer begleitet durch große, wehrhafte Hunde. Diese kreutzten sich mit der Zeit natürlich auch mit anderen und verbreiteten sich irgendwann bis nach Indien.
Sogar bereits in der Bibel finden die Hunde Erwähnung. Im Buch Hiob (ca. 1800 v. Chr.) gibt es Berichte über große Hirtenhunde und ihre Schafherden in der heutigen Türkei.
1200 v. Chr. begannen griechische Stämme die Hethiter zu bedrohen und es kündigte sich sehr bald deren Niedergang an. Schließlich wurden sie durch südeuropäische Stämme (sogenannte Seevölker) besiegt, die ganz Kleinasien überfluteten.
Ein neues Reich entstand in Zentralanatolien: die Phrygier. Gordon, die Hauptstadt wurde im 8. Jahrhhundert v. Chr. erbaut, und bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. fielen indo-europäische Völker ins Herrschaftsgebiet der Phrygier ein und raubten sie aus.
Die Phrygier jedoch hinterliessen wichtige Zeugnisse über die Existenz von Hunden, die dem heutigen Kangal sehr ähnlich sind. Auf Malereien sind noch heute große Hirtenhunde zu sehen, die meist Halsbänder mit nach aussen gerichteten Stacheln trugen. Dieser Brauch ist sogar bis heute erhalten geblieben.
Doch auch die Perser stellen ein wichtiges Glied in der Kette der Geschichte der Kangals dar. Diese legten erstmals große Straßennetze an und machten somit Anatolien zum ersten Mal zur Brücke zwischen Asien und Europa.
334 v. Chr. eroberte Alexander der Große Anatolien und die griechische Kultur breitete sich im Osten aus. Er respektierte die orientalische Weltanschauung und verband diese mit der griechischen Kultur. Die Seidenstraße zum Beispiel, die China mit Europa verband, war ein wichiger Faktor in der Entwicklung.
133 v. Chr. kontrollierten die Römer Anatolien und brachten ihre Kultur, Architektur und Molosser Kriegs- und Kampfhunde mit sich. Ihre Beziehung zu den Tieren jedoch war zwiespältig. Grausame Kämpfe zur Unterhaltung und Belustigung des Volkes, bei denen teils sogar Menschen partizipierten, waren an der Tagesordnung. Das römisch-byzantische Reich dauerte noch bis 1000 n. Chr. an.
Die Region Sivas war ein wichtiger stragetischer Stützpunkt der Römer, daher wurden viele der Hunde auch dorthin gebracht. Diese Region in der heutigen mittleren Türkei trug auch zur Namensgebung der Rasse bei, da die Hunde sich überwiegend in der Gegend "Kangal" in Sivas aufhielten. Daher nennt man sie heute auch oftmals "Sivas Kangal".
Die besondere Lage dieser Region hinderte die Kangals daran, sich mit allzu vielen anderen Rassen zu kreuzen, weshalb es eine sehr natürliche Hunderasse geblieben ist, deren Erscheinung und Veranlagung noch sehr ursprünglich ist.
Die wirtschaftliche Situation war großartig in Mittelanatolien. Es gab ein weit verzweigtes Handelsnetz unter der Führung assyrischer Niederlassungen. Unmengen an Waren wurden durch große Eselskarawanen über den Taurus nach Kanesh gebracht und von dort aus in den Westen und Norden. Dabei wurden diese Karawanen immer begleitet durch große, wehrhafte Hunde. Diese kreutzten sich mit der Zeit natürlich auch mit anderen und verbreiteten sich irgendwann bis nach Indien.
Sogar bereits in der Bibel finden die Hunde Erwähnung. Im Buch Hiob (ca. 1800 v. Chr.) gibt es Berichte über große Hirtenhunde und ihre Schafherden in der heutigen Türkei.
1200 v. Chr. begannen griechische Stämme die Hethiter zu bedrohen und es kündigte sich sehr bald deren Niedergang an. Schließlich wurden sie durch südeuropäische Stämme (sogenannte Seevölker) besiegt, die ganz Kleinasien überfluteten.
Ein neues Reich entstand in Zentralanatolien: die Phrygier. Gordon, die Hauptstadt wurde im 8. Jahrhhundert v. Chr. erbaut, und bereits im 7. Jahrhundert v. Chr. fielen indo-europäische Völker ins Herrschaftsgebiet der Phrygier ein und raubten sie aus.
Die Phrygier jedoch hinterliessen wichtige Zeugnisse über die Existenz von Hunden, die dem heutigen Kangal sehr ähnlich sind. Auf Malereien sind noch heute große Hirtenhunde zu sehen, die meist Halsbänder mit nach aussen gerichteten Stacheln trugen. Dieser Brauch ist sogar bis heute erhalten geblieben.
Doch auch die Perser stellen ein wichtiges Glied in der Kette der Geschichte der Kangals dar. Diese legten erstmals große Straßennetze an und machten somit Anatolien zum ersten Mal zur Brücke zwischen Asien und Europa.
334 v. Chr. eroberte Alexander der Große Anatolien und die griechische Kultur breitete sich im Osten aus. Er respektierte die orientalische Weltanschauung und verband diese mit der griechischen Kultur. Die Seidenstraße zum Beispiel, die China mit Europa verband, war ein wichiger Faktor in der Entwicklung.
133 v. Chr. kontrollierten die Römer Anatolien und brachten ihre Kultur, Architektur und Molosser Kriegs- und Kampfhunde mit sich. Ihre Beziehung zu den Tieren jedoch war zwiespältig. Grausame Kämpfe zur Unterhaltung und Belustigung des Volkes, bei denen teils sogar Menschen partizipierten, waren an der Tagesordnung. Das römisch-byzantische Reich dauerte noch bis 1000 n. Chr. an.
Die Region Sivas war ein wichtiger stragetischer Stützpunkt der Römer, daher wurden viele der Hunde auch dorthin gebracht. Diese Region in der heutigen mittleren Türkei trug auch zur Namensgebung der Rasse bei, da die Hunde sich überwiegend in der Gegend "Kangal" in Sivas aufhielten. Daher nennt man sie heute auch oftmals "Sivas Kangal".
Die besondere Lage dieser Region hinderte die Kangals daran, sich mit allzu vielen anderen Rassen zu kreuzen, weshalb es eine sehr natürliche Hunderasse geblieben ist, deren Erscheinung und Veranlagung noch sehr ursprünglich ist.
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