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Gesetzliche Lage: Ist der Kangal ein Kampfhund?
22:15 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Da ich immer wieder gefragt werde, ob Kangals tatsächlich "so gefährlich sind, wie man hört", hier eine kleine Aufklärung, da vielen offenbar immer noch nicht klar ist, ob und wie gefährlich diese Hunderasse wirklich ist.
Etwas grundsätzliches vorweg: Kangals sind weder Killer, noch sind sie Kampfhunde! In Deutschland gehört diese Rasse auch nur teilweise zu den Listenhunden. In Hamburg und Hessen wird er als potentiell gefährlich eingestuft. Man beachte das "potentiell". Sie werden so lange als potentiell gefährlich eingestuft, bis der Halter zum Beispiel durch einen Wesenstest das Gegenteil nachweisen kann. Als "gefährlich" wird hier ein Hund bezeichnet, der eine überaus hohe Angriffbereitschaft und Aggressivität zeigt. Doch wie bereits mehrfach erwähnt sind Kangals auf keinen Fall Angreifer, sondern Verteidiger, und werden von ihrer Kraft nur im äußersten Notfall Gebrauch machen.
Im Anschluss folgt ein Auszug aus der hessischen Verordnung, aus der hervorgeht, dass die Rasse Kangal (Karabash) zusammen mit zehn weiteren Rassen zu den Tieren gehört, deren Gefährlichkeit bis zum Beweis des Gegenteils vermutet wird. Viele meinen hierzu "Wenn der Kangal in Hessen als Listenhund geführt wird, wird das schon seinen Grund haben!". Das stimmt, jedoch sollte man auch beachten, dass er in über 10 Bundesländern nicht annähernd als gefährlich eingestuft wird, was wohl auch nicht ohne Grund der Fall sein dürfte!
Der Import nach Deutschland ist zwar nicht verboten, jedoch ist (Angaben der türkischen Botschaft in Berlin zufolge) die Ausfuhr von Kangals aus der Türkei verboten.
Hier nun ein Auszug aus der Hessichen Landeshundeverordnung :
Etwas grundsätzliches vorweg: Kangals sind weder Killer, noch sind sie Kampfhunde! In Deutschland gehört diese Rasse auch nur teilweise zu den Listenhunden. In Hamburg und Hessen wird er als potentiell gefährlich eingestuft. Man beachte das "potentiell". Sie werden so lange als potentiell gefährlich eingestuft, bis der Halter zum Beispiel durch einen Wesenstest das Gegenteil nachweisen kann. Als "gefährlich" wird hier ein Hund bezeichnet, der eine überaus hohe Angriffbereitschaft und Aggressivität zeigt. Doch wie bereits mehrfach erwähnt sind Kangals auf keinen Fall Angreifer, sondern Verteidiger, und werden von ihrer Kraft nur im äußersten Notfall Gebrauch machen.
Im Anschluss folgt ein Auszug aus der hessischen Verordnung, aus der hervorgeht, dass die Rasse Kangal (Karabash) zusammen mit zehn weiteren Rassen zu den Tieren gehört, deren Gefährlichkeit bis zum Beweis des Gegenteils vermutet wird. Viele meinen hierzu "Wenn der Kangal in Hessen als Listenhund geführt wird, wird das schon seinen Grund haben!". Das stimmt, jedoch sollte man auch beachten, dass er in über 10 Bundesländern nicht annähernd als gefährlich eingestuft wird, was wohl auch nicht ohne Grund der Fall sein dürfte!
Der Import nach Deutschland ist zwar nicht verboten, jedoch ist (Angaben der türkischen Botschaft in Berlin zufolge) die Ausfuhr von Kangals aus der Türkei verboten.
Hier nun ein Auszug aus der Hessichen Landeshundeverordnung :
§ 2 Gefährliche Hunde
(1) Gefährlich sind Hunde, die durch Zucht, Haltung, Ausbildung oder Abrichtung eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder eine andere in ihren Wirkungen vergleichbare, mensch- oder tiergefährdende Eigenschaft besitzen. Für folgende Rassen und Gruppen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird eine Gefährlichkeit vermutet:
1. Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier,2. American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, 3. Staffordshire-Bullterrier, 4. Bullterrier, 5. American Bulldog, 6. Dogo Argentino, 7. Fila Brasileiro, 8. Kangal (Karabash), 9. Kaukasischer Owtscharka, 10. Mastiff, 11. Mastino Napoletano.
(2) Gefährlich sind auch die Hunde, die
1. einen Menschen gebissen oder in Gefahr drohender Weise angesprungen haben, sofern dies nicht aus begründetem Anlass geschah,
2. ein anderes Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben oder
3. durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert andere Tiere hetzen oder reißen.
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verteidiger
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24
Kommentare
Land- und Viehwirtschaft
14:06 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Die Hunde waren schon immer darauf abgerichtet, viel und hart zu arbeiten. Die Türkei zeichnet sich durch ihre äussert heissen Sommer und kalte Winter aus, daher war es wahrlich kein Paradies, in dem die Hunde ihren ursprünglichen Lebensraum hatten.
Die Gesellschaftsstruktur war so aufgebaut, dass die Bauern in der allgemeinen Bevölkerung die Mehrheit waren. Hauptsächlich waren diese damit vertraut, landwirtschaftliche Produkte wie Weizen, Gerste, Baumwolle, Seide etc. herzustellen. Da in der Gegend kaum ertragreicher Ackerbau möglich war wurde die Weidewirtschaft dort zur absoluten Lebensgrundlage der Menschen. Für die Bewachung ihres Besitzes hielten die Bauern sich Schutzhunde, wobei es sich (Überlieferungen nach) um mächtige, starke Tiere gehandelt haben muss. Kynologische Übereinstimmungen sind bei den Wesensmerkmalen der Kangals unübersehbar.
Oftmals lebten die Hunde frei und selbstständig in den Dörfern. Bekannt als selbstbewusste Wächter hatten sie die Möglichkeit, sich frei zu vermehren. Jeder Hund hatte jedoch immer sein eigenes Revier und Fremde wurden grundsätzlich aufmerksam im Auge behalten und begutachtet. Fremde Hunde wurden meist vertrieben, da sie eine Konkurrenz als Beutegreifer darstellten.
In der Regel gingen die Hirten früh am Morgen mit 3-5 Hunden zu den Weideplätzen und liessen diese dort alleine um auf die Herde aufzupassen, da sie Hirtenhunde mit Treiberqualitäten waren und nachmittags die Herde sicher zurückbrachten.
Entgegen einem weitläufigen Gerücht sind Kangals keine Kampfhunde, auch nicht gegenüber Wölfen. Sie drohen und bauen sich auf. Wenn das nichts nützt stürzen sie sich auf ihre Gegner, wobei sie sie aber lediglich zu Boden rempeln um ihn zum Aufgeben zu bewegen. Sie sind keine Beisser und Angreifer, sondern eher Ringer und Verteidiger. Unter anderem machten sie über die Jahre hinweg auch bei Polizei und Militär Karriere.
Die Gesellschaftsstruktur war so aufgebaut, dass die Bauern in der allgemeinen Bevölkerung die Mehrheit waren. Hauptsächlich waren diese damit vertraut, landwirtschaftliche Produkte wie Weizen, Gerste, Baumwolle, Seide etc. herzustellen. Da in der Gegend kaum ertragreicher Ackerbau möglich war wurde die Weidewirtschaft dort zur absoluten Lebensgrundlage der Menschen. Für die Bewachung ihres Besitzes hielten die Bauern sich Schutzhunde, wobei es sich (Überlieferungen nach) um mächtige, starke Tiere gehandelt haben muss. Kynologische Übereinstimmungen sind bei den Wesensmerkmalen der Kangals unübersehbar.
Oftmals lebten die Hunde frei und selbstständig in den Dörfern. Bekannt als selbstbewusste Wächter hatten sie die Möglichkeit, sich frei zu vermehren. Jeder Hund hatte jedoch immer sein eigenes Revier und Fremde wurden grundsätzlich aufmerksam im Auge behalten und begutachtet. Fremde Hunde wurden meist vertrieben, da sie eine Konkurrenz als Beutegreifer darstellten.
In der Regel gingen die Hirten früh am Morgen mit 3-5 Hunden zu den Weideplätzen und liessen diese dort alleine um auf die Herde aufzupassen, da sie Hirtenhunde mit Treiberqualitäten waren und nachmittags die Herde sicher zurückbrachten.
Entgegen einem weitläufigen Gerücht sind Kangals keine Kampfhunde, auch nicht gegenüber Wölfen. Sie drohen und bauen sich auf. Wenn das nichts nützt stürzen sie sich auf ihre Gegner, wobei sie sie aber lediglich zu Boden rempeln um ihn zum Aufgeben zu bewegen. Sie sind keine Beisser und Angreifer, sondern eher Ringer und Verteidiger. Unter anderem machten sie über die Jahre hinweg auch bei Polizei und Militär Karriere.
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