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Unser Kangal Award

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Wird an geprüfte, wertvolle und informative Kangalseiten verliehen.

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Zählt seit September 2010.
Literaturtip: Herdenschutzhunde - von Thomas Achim Schoke.
Dieses Buch jedoch ist das absolute Standardwerk zum Thema und gehört in jedes Regal eines Hirtenhundbesitzers.

Hier gehts zur Beschreibung und Rezension
Dein Hund ist entlaufen oder wird vermisst? Du musst deinen Kangal abgeben und suchst ein neues Zuhause für ihn? Oder du kennst einen Kangal, der in einem Tierheim auf Vermittlung wartet? Kangalworld hilft! Mehr Informationen hier: Kangals suchen eine Zuhause
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PostHeaderIcon Wann sollte ein Kangal gefüttert werden?

Prinzipiell gilt, dass die Hunde eher nach ihrer Arbeit gefüttert werden sollten, im Falle der Kangals also gegen Morgen. Die morgendliche Fütterung ist auch eine uralte anatolische Tradition, ganz egal ob die Hunde ihre Arbeit tagsüber oder nachts ausführen. Auch während dem Essen werden die Hunde weiterhin aufmerksam bleiben und ein Auge auf die möglicherweise noch grasende Herde haben.

Wissenschaftler sind der Meinung, es sei das Beste, den Hunden ein Drittel ihrer Portion ca. 3 Stunden vor Arbeitsbeginn zu füttern, und die restlichen zwei Drittel eine Stunde nach Beendigung der Arbeit.

PostHeaderIcon Richtige Ernährung wird häufig unterschätzt

Die Ernährung ist eine Komponente der Hundehaltung, auf die zwar jeder achtet, die aber dennoch häufig unterschätzt wird. Das gesamte körperliche Befinden und die Entwicklung der Tiere hängen jedoch damit zusammen und sind somit auch für seelische Ausgeglichenheit von hoher Priorität. Gerade Hirtenhunde spielen hier eine ganz besondere Rolle.

Die Ernährung unserer Hunde liegt in den besten Händen. Könnte man zumindest meinen, bei den vielen fördernden Inhaltsstoffen im Futter, den verschiedenen Zusatzpräparaten, der Ergänzungsnahrung, Spezialnahrung, Diätnahrung etc.. Ich will die Hundefutterindustrie nicht verteufeln, sicherlich gibt es viele Produkte auf dem Markt, die sehr nützlich sind. Jedoch werden diese häufig immer mehr auf menschliche Bedürfnisse zugeschnitten, was aber mit der Realität der Hunde nichts gemein hat. Hier werden die Hunde als Mittel zum Zweck missbraucht, den Hundehaltern ins Gewissen zu reden, sie würden nicht richtig für ihre Tiere sorgen, wenn sie das Futter XY nicht kaufen, nur um letztendlich einen dicken Geldbeutel zu haben.

Weil wir natürlich gute Hundehalter sein wollen, bleiben uns gewisse Worte im Gedächtnis, wie irgendwelche Zusatzstoffe, und wir versuchen alles, um unseren Schatz genügend damit zu versorgen, sehen aber nicht die Gefahr einer Überversorgung, die zu großen Schädigungen führen kann, ebenso wie Mangelernährung. Hier heisst es schlicht und einfach: Ausgewogenheit.

Im Ursprungsland der Kangals war Fertigfutter bis vor wenigen Jahren noch ein Fremdwort, und die Halter waren selbst verantwortlich für die Fütterung ihrer Tiere (Viele sind das noch heute). Die Preise sind dort stark überteuert, so dass sich nur die wenigstens dies leisten können.

In der Türkei ist Brot das Hauptnahrungsmittel, welches auch den Hunden als Futter dient. Oft wird es in Milch eingeweicht und mit der Brühe ausgekochter Knochen verrührt - und stellt das einzige Futter für Kangals dar! Da die Hirten meist sehr arm sind, bleibt nur selten etwas für die Hunde nach der Schlachtung übrig, da alles von den Menschen verwertet wird.

Über viele Jahre hinweg haben sich hier Hunde entwickelt, die mit primitivster Ernährung auskommen. Die sogar massive Probleme entwickeln können, gibt man ihnen zu viel des Guten (bspw. zu viel tierisches Eiweiß). Hier treten insbesondere häufig Hautprobleme auf.
Es soll Fälle geben, bei denen das Fell der Hunde aufgrund falscher Ernährung komplett abgestossen wurde. Auch der restliche Körper und insbesondere die Knochen können unter einer unausgewogenen Ernährung leiden. Daher ist das einfachste Futter bei uns schon ein Festmahl für anatolische Hirtenhunde. Folglich sollte man darauf achten, den Tieren eher weniger Fleisch zu geben und keine Zusatzstoffe beizufügen deren Proteingehalt zu hoch ist. Ein Leckerli mit dem nahezu jeder Kangal absolut zufrieden ist, ist ein Stück trockenes Brot, eventuell mit etwas Margarine.

Ein Denkfehler vieler Hundehalter ist, dass die Größe eines Tiere davon beeinflusst wird, wie viel es frisst. Dies ist Humbug, da die Größe genetisch vorbestimmt ist, und man durch massenhaft Futter keinesfalls den Kangal in die Höhe treibt, sondern lediglich in die Breite. Er wächst zwar schneller und wird schwerer, aber die Endgröße steht von Beginn an fest und wird durch diese Überfütterung lediglich durch zusätzliche gesundheitliche Folgen ergänzt. Dies hat wiederum zur Folge, dass ein extrem schwerer Hund seine Gelenke (z.B. Hüfte) über die Maße belastet, woraus häufig Deformierungen der Gelenke resultieren. Das kann dazu führen, dass ein Hund später seine Wesensmerkmale nicht richtig ausleben kann, da durch die Deformationen der gesamte Bewegungsablauf beeinträchtigt wird. Somit wird der Hund einen unausgeglichenen Charakter haben.

Da gerade bei Junghunden das Wachstum nicht immer gleichmässig geschieht und viele Hunde in den ersten Jahren hinten höher als vorne sind, also ihr Hauptgewicht vorne tragen, kann man sich vorstellen, was das für die Vorderfußwurzelgelenke bedeutet, die dann extrem belastet werden und Langzeitfolgen vorprogrammieren.

Man kann also festhalten: Durch die jahrtausendelange Entwicklung der Kangals hat sich ihr Körper an die für uns scheinbar mangelhafte Ernährung gewöhnt und ist bestens damit ausgekommen. Sein Energiehaushalt und sein Stoffwechsel haben sich daran angepasst, so dass nun sowohl körperliche als auch charakterliche Schäden auftreten, wenn man es mit der Ernährung zu gut meint.

PostHeaderIcon Die richtige Ernährung

Die häufigsten Diskussionen über die richtige Ernährung von Kangals stammen mit Sicherheit von großen Futtermittelkonzernen. Beschäftigt man sich jedoch näher damit, wird man feststellen, dass das für einen Kangal lange nicht ausreicht. Ein gutes Fertigfutter beinhaltet nämlich nicht immer alles, was ein Hund wirklich braucht.

Kangals sind zwar eher schlechte, aber dennoch genügsame Fresser. Mit Trockenfutter können sie meist nicht viel anfangen, daher ist es nötig, sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wenn man den Anweisungen auf den Verpackungen der Hundefutterfirmen glauben schenken mag, müsste ein Kangal, damit er sämtliche nötigen Proteine, Vitamine und Mineralien zu sich nimmt, pro Tag seinem Gewicht entsprechend fast ein ganzes Kilo Trockenfutter fressen. Alles andere ginge mit Mangelerscheinungen einher. Man wird jedoch keinen Kangal dazu bringen können, diese Menge an Trockenfutter zu fressen. Falls doch würde er viel zu übergewichtig werden.

Daher sollte man lieber eine kleinere Menge an Trockenfutter füttern, diese aber angereichert mit Frischfleisch zum Beispiel, Quark, Hüttenkäse, Obst oder Gemüse. Wichtig ist aber, dass sie Trockenfutter auf jeden Fall kennen, da es auf Reisen beispielsweise schwierig werden könnte immer Frischfutter zu bekommen. Zudem kann man den Hunden zuliebe, sollten sie es befürworten und vertragen, auch des öfteren das Futter wechseln, um ihnen etwas Abwechslung zu bieten.

Wie alle anderen größeren Hunde sind auch Kangals auf hochwertige Proteine in der Nahrung angewiesen. Den Bedarf an essentiellen Aminosäuren bei einem Hund zu decken funktioniert nur durch Proteine aus Muskelfleisch und Innereien. Bei den Welpen sind es genau diese Proteine, die entscheidend sind für ein gutes Wachstum und eine gesunde Entwicklung. Doch auch bei ausgewachsenen Hunden kann man Proteine nicht durch irgendetwas ersetzen. Pflanzliche Proteine sind nur schwer verdaulich und werden größtenteils mit dem Kot wieder ausgeschieden, stellen daher keine ausreichende Alternative dar.

Eine reine Fleischfütterung jedoch würde dazu führen, dass eine Unterversorgung an Mineralstoffen herrscht, insbesondere Kalzium, bestimmte Vitamine und Ballaststoffe. Wie so oft kommt es hier auf die richtige Mischung an.

Welpen sollte man besonders hochwertiges und abwechslungsreiches Futter geben. Zu Anfangs sollte er drei Mal am Tag gefüttert werden, was aber nach und nach auf zwei Mahlzeiten reduziert werden sollte. Hierbei sollte eine Mahlzeit aus Frischfleisch bestehen, wenn möglich roh (z.B. Hähnchenflügel, Rinderbrust, Pansen). Die zweite Mahlzeit sollte dann ein spezielles Welpen-Trockenfutter sein. Dazu sollte man noch eventuell noch einen Esslöffel Lachsöl dazu geben, da diese die wichtige Omega-3 Fettsäure enthält. Nach Bedarf kann man dann das Futter durch Gemüse zum Beispiel etwas auflockern oder Mineralien in Tablettenform hinzufügen.

Wichtig ist, dass dieser Rhythmus auch als erwachsener Hund beibehalten wird, nur dass man dann statt Welpenfutter ein Futter für erwachsene Hunde geben sollte.

Im Alter sollte man die Tiere etwas öfter aber leichter füttern und eventuell mit homöopathischen Mitteln für Arthritisprophylaxe sorgen.
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