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Dieses Buch jedoch ist das absolute Standardwerk zum Thema und gehört in jedes Regal eines Hirtenhundbesitzers.
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Dein Hund ist entlaufen oder wird vermisst? Du musst deinen Kangal abgeben und suchst ein neues Zuhause für ihn? Oder du kennst einen Kangal, der in einem Tierheim auf Vermittlung wartet? Kangalworld hilft! Mehr Informationen hier: Kangals suchen eine Zuhause
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Artgerechte Haltung eines Kangals (2)
20:58 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Bereits vor der Anschaffung muss man sich im Klaren sein, dass man die Verantwortung für dieses Tier ca. 14 Jahre zu tragen hat, weshalb langfristige Planung unabdingbar ist.
Um eine artgerechte Unterbringung zu gewährleisten braucht man hauptsächlich: Viel Platz!
Der Kangal ist ein Arbeitshund. Seit Jahrhunderten wurde er gezüchtet um die Schafsherden in den endlosen Hochplateaus Anatoliens zu begleiten und zu beschützen. Diese Wanderungen sind zwar nicht schnell, aber stetig. Selbstverständlich kann man unsere urbane Welt nicht mit den türkischen Weiden vergleichen, aber das Territorium muss groß genug sein, um die Bewegungsbedürfnisse des Kangals zu stillen. Er braucht täglich seine Spaziergänge, um vor allem seine psychische Stabilität und Ausgeglichenheit zu festigen.
Das Grundstück sollte dementsprechend auch gut gesichert sein. Alles, was ein Kangal sieht, betrachtet er als eigenes Territorium und versucht das auch vehement zu verteidigen. Zäune sind dabei nur Hindernisse, keine Grenzen! Kangals sind wahre Ausbruchskünstler, daher muss ein Zaun entsprechend hoch und tief eingegraben sein. Kraftvolles Springen ist für einen Kangal eine der leichfertigsten Fähigkeiten.
Zudem hat ein Kangal meist seine eigene Vorstellung von Gartengestaltung und lässt sich nur selten eines Besseren belehren. Wer einen penibel gepflegten Garten liebt sollte sich keinen Kangal anschaffen. Blumenbeete, Teichrosen etc. finden keinerlei Anklang bei ihnen und werden kurzerhand eliminiert. Büsche haben bei Rüden kaum Überlebenschancen, bei Hündinnen hat eher der Rasen zu leiden.
Ein Kangal braucht immer eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Bewachen ist zwar seine Leidenschaft, dennoch ist er kein Einzelgänger. Zufrieden wird er nur mit seinem Rudel bzw. seien Schützlingen sein. Er benötigt einen Menschen, eine Bezugsfamilie, woraus immer diese sich zusammensetzt, wo er auch vollständig integriert werden muss. Wenn er alleine gehalten wird, ist er kein guter Wachhund. Er sehnt sich stark nach einer engen Bindung zu "seinem" Menschen. Lebt er alleine irgendwo, wird er sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit freuen, welches ihm Fremde schenken oder er wird versuchen auszubrechen, da Objektbewachung absolut nicht sein Ding ist.
Zudem ist der Kangal wetterunempfindlich und robust. Draussen ist er immer gerne, vorrausgesetzt er hat einen Platz, der ihn vor Regen, Wind, Schnee etc. schützt. Er muss aber trotzdem immer Kontakt halten können zu seinen Menschen im Haus und nachprüfen dürfen ob dort alles in Ordnung ist. Daher ist eine reine Gartenhaltung nicht zu empfehlen.
Die meisten Kangals sind vor allem nachtaktiv, d.h. dass sie bei Dämmerung ihre Wachsamkeit steigern und sie auch viel und laut bellen. Wenn es Nachbarn gibt die sich dadurch gestört fühlen, könnte das die Haltung eines Kangals unmöglich machen.
Zudem muss man sich sehr viel und intensiv mit den Tieren beschäftigen. "Feierabend"-Hunde sind sie absolut nicht und dürfen daher auch nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. In der Erziehung sind sie sehr schwierig, weshalb man immer und immer wieder mit ihnen üben muss. Auch die Sozialisierung kann eine sehr zeitraubende Angelegenheit sein, die man nicht unterschätzen oder vernachlässigen darf.
Urlaub mit einem Kangal oder längeres Alleinelassen kann zu großen Schwierigkeiten führen, da er sich nie von Fremden leiten lassen wird. Daher ist es schlichtweg unverantwortlich einen Kangal einem Unbekannten anzuvertrauen.
Manchmal hört man, dass Kangals am besten mit anderen Haustieren zusammenleben sollten, am besten mit Schafen oder Ziegen, damit sie ihre natürliche Veranlagung ausleben können. Sicherlich wird das jedem Kangal gefallen, aber was er in seiner Prägung nicht gelernt hat, braucht er auch nicht. Daher kann man dies getrost als Märchen abtun.
Hier zum ersten Teil: Artgerechte Haltung von Kangals (1)
Um eine artgerechte Unterbringung zu gewährleisten braucht man hauptsächlich: Viel Platz!
Der Kangal ist ein Arbeitshund. Seit Jahrhunderten wurde er gezüchtet um die Schafsherden in den endlosen Hochplateaus Anatoliens zu begleiten und zu beschützen. Diese Wanderungen sind zwar nicht schnell, aber stetig. Selbstverständlich kann man unsere urbane Welt nicht mit den türkischen Weiden vergleichen, aber das Territorium muss groß genug sein, um die Bewegungsbedürfnisse des Kangals zu stillen. Er braucht täglich seine Spaziergänge, um vor allem seine psychische Stabilität und Ausgeglichenheit zu festigen.
Das Grundstück sollte dementsprechend auch gut gesichert sein. Alles, was ein Kangal sieht, betrachtet er als eigenes Territorium und versucht das auch vehement zu verteidigen. Zäune sind dabei nur Hindernisse, keine Grenzen! Kangals sind wahre Ausbruchskünstler, daher muss ein Zaun entsprechend hoch und tief eingegraben sein. Kraftvolles Springen ist für einen Kangal eine der leichfertigsten Fähigkeiten.
Zudem hat ein Kangal meist seine eigene Vorstellung von Gartengestaltung und lässt sich nur selten eines Besseren belehren. Wer einen penibel gepflegten Garten liebt sollte sich keinen Kangal anschaffen. Blumenbeete, Teichrosen etc. finden keinerlei Anklang bei ihnen und werden kurzerhand eliminiert. Büsche haben bei Rüden kaum Überlebenschancen, bei Hündinnen hat eher der Rasen zu leiden.
Ein Kangal braucht immer eine Aufgabe, die ihn erfüllt. Bewachen ist zwar seine Leidenschaft, dennoch ist er kein Einzelgänger. Zufrieden wird er nur mit seinem Rudel bzw. seien Schützlingen sein. Er benötigt einen Menschen, eine Bezugsfamilie, woraus immer diese sich zusammensetzt, wo er auch vollständig integriert werden muss. Wenn er alleine gehalten wird, ist er kein guter Wachhund. Er sehnt sich stark nach einer engen Bindung zu "seinem" Menschen. Lebt er alleine irgendwo, wird er sich über jedes bisschen Aufmerksamkeit freuen, welches ihm Fremde schenken oder er wird versuchen auszubrechen, da Objektbewachung absolut nicht sein Ding ist.
Zudem ist der Kangal wetterunempfindlich und robust. Draussen ist er immer gerne, vorrausgesetzt er hat einen Platz, der ihn vor Regen, Wind, Schnee etc. schützt. Er muss aber trotzdem immer Kontakt halten können zu seinen Menschen im Haus und nachprüfen dürfen ob dort alles in Ordnung ist. Daher ist eine reine Gartenhaltung nicht zu empfehlen.
Die meisten Kangals sind vor allem nachtaktiv, d.h. dass sie bei Dämmerung ihre Wachsamkeit steigern und sie auch viel und laut bellen. Wenn es Nachbarn gibt die sich dadurch gestört fühlen, könnte das die Haltung eines Kangals unmöglich machen.
Zudem muss man sich sehr viel und intensiv mit den Tieren beschäftigen. "Feierabend"-Hunde sind sie absolut nicht und dürfen daher auch nicht über längere Zeit unbeaufsichtigt bleiben. In der Erziehung sind sie sehr schwierig, weshalb man immer und immer wieder mit ihnen üben muss. Auch die Sozialisierung kann eine sehr zeitraubende Angelegenheit sein, die man nicht unterschätzen oder vernachlässigen darf.
Urlaub mit einem Kangal oder längeres Alleinelassen kann zu großen Schwierigkeiten führen, da er sich nie von Fremden leiten lassen wird. Daher ist es schlichtweg unverantwortlich einen Kangal einem Unbekannten anzuvertrauen.
Manchmal hört man, dass Kangals am besten mit anderen Haustieren zusammenleben sollten, am besten mit Schafen oder Ziegen, damit sie ihre natürliche Veranlagung ausleben können. Sicherlich wird das jedem Kangal gefallen, aber was er in seiner Prägung nicht gelernt hat, braucht er auch nicht. Daher kann man dies getrost als Märchen abtun.
Hier zum ersten Teil: Artgerechte Haltung von Kangals (1)
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Verhalten gegenüber anderen
18:14 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Jeder hat sein eigenes Revier und bewacht die Grenzen gut, so dass ihm kein anderer Hund in die Quere kommen kann. Sie zeigen viel territoriales Gebaren und Anspruch auf Individualdistanz.Außerdem zeigen sie meist starkes Markierverhalten. In ihrem kompletten Sozialverhalten sind sie sehr instinktsicher, jedoch kommt es, entgegen weitläufiger Gerüchte, eher selten zu Kampfhandlungen mit Wölfen oder anderen Raubtieren. Da der Kangal eher Verteidiger denn Angreifer ist, begnügt er sich meist damit seine Gegner in die Flucht zu schlagen und belässt es dabei. Dies ist allein schon wegen der erbärmlichen Lebensumstände notwendig und ökonomisch sinnvoll, da jeder unnötige Kraft- und Körpereinsatz Verschwendung von Energie bedeutet.
Der Kangal ist in seinem Wesen ruhig und ausgeglichen, verfällt nie in unüberlegte Aktionen, ist aber auch stolz und selbstsicher. Wenn es um das Beschützen ihm angetrauter Menschen oder Besitztümer geht ist er absolut zuverlässig und tut dies auch ohne jegliche Aggressivität. Anderen Tieren gegenüber verhält er sich vorsichtig, sogar zärtlich, während er an Artgenossen jedoch langsam herangeführt werden sollte.Gut sozialisiert ist aber selbst das kein Problem.
An Fremde muss er jedoch vorsichtig herangeführt werden, da er instinktiv misstrauisch ist und sollte langsam an Besucher herangeführt werden. Ob er dann zu ihnen Kontakt hat wird er selbst entscheiden. Zunächst verhält er sich neutral und beobachtet sie aufmerksam, wird aber Vertraulichkeiten von Fremden eher nicht akzeptieren. Um es nochmals zu wiederholen: Kangals sind keine Angreifer - sondern Verteidiger! Daher wirken sie oft etwas reserviert Fremden gegenüber, während die in der Familie treu und anhänglich sind und hier eine enorme Bindungsfähigkeit besitzen. Daher ist in unseren Breitengraden ein gut sozialisierter Kangal ein überaus angenehmes Familienmitglied, der alles zur Familie gehörende beschützt. Trotzdem sollte man ihn mit Kindern nicht ohne Aufsicht alleine lassen.
Um die Zuneigung, die er erfährt anzunehmen, braucht ein Kangal sehr lange, da er trotz allem ein sehr sensibler Hund ist. Er geniesst zwar die Aufmerksamkeiten, zieht sich aber relativ schnell wieder zurück und geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach: dem Wachdienst.
Im Leben eines Kangals gibt es nichts Überflüssiges. Man meint er spare seine ganze Energie für den einen Tag auf, an dem er seine Familie und ihren Besitz verteidigen muss, wenn es sein muss unter Einsatz seines Lebens.
Der Kangal ist in seinem Wesen ruhig und ausgeglichen, verfällt nie in unüberlegte Aktionen, ist aber auch stolz und selbstsicher. Wenn es um das Beschützen ihm angetrauter Menschen oder Besitztümer geht ist er absolut zuverlässig und tut dies auch ohne jegliche Aggressivität. Anderen Tieren gegenüber verhält er sich vorsichtig, sogar zärtlich, während er an Artgenossen jedoch langsam herangeführt werden sollte.Gut sozialisiert ist aber selbst das kein Problem.
An Fremde muss er jedoch vorsichtig herangeführt werden, da er instinktiv misstrauisch ist und sollte langsam an Besucher herangeführt werden. Ob er dann zu ihnen Kontakt hat wird er selbst entscheiden. Zunächst verhält er sich neutral und beobachtet sie aufmerksam, wird aber Vertraulichkeiten von Fremden eher nicht akzeptieren. Um es nochmals zu wiederholen: Kangals sind keine Angreifer - sondern Verteidiger! Daher wirken sie oft etwas reserviert Fremden gegenüber, während die in der Familie treu und anhänglich sind und hier eine enorme Bindungsfähigkeit besitzen. Daher ist in unseren Breitengraden ein gut sozialisierter Kangal ein überaus angenehmes Familienmitglied, der alles zur Familie gehörende beschützt. Trotzdem sollte man ihn mit Kindern nicht ohne Aufsicht alleine lassen.
Um die Zuneigung, die er erfährt anzunehmen, braucht ein Kangal sehr lange, da er trotz allem ein sehr sensibler Hund ist. Er geniesst zwar die Aufmerksamkeiten, zieht sich aber relativ schnell wieder zurück und geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach: dem Wachdienst.
Im Leben eines Kangals gibt es nichts Überflüssiges. Man meint er spare seine ganze Energie für den einen Tag auf, an dem er seine Familie und ihren Besitz verteidigen muss, wenn es sein muss unter Einsatz seines Lebens.
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