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Unser Kangal Award

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Wird an geprüfte, wertvolle und informative Kangalseiten verliehen.

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Zählt seit September 2010.
Literaturtip: Herdenschutzhunde - von Thomas Achim Schoke.
Dieses Buch jedoch ist das absolute Standardwerk zum Thema und gehört in jedes Regal eines Hirtenhundbesitzers.

Hier gehts zur Beschreibung und Rezension
Dein Hund ist entlaufen oder wird vermisst? Du musst deinen Kangal abgeben und suchst ein neues Zuhause für ihn? Oder du kennst einen Kangal, der in einem Tierheim auf Vermittlung wartet? Kangalworld hilft! Mehr Informationen hier: Kangals suchen eine Zuhause
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PostHeaderIcon Kangal Zucht in der Türkei

In der Türkei existiert im Gegensatz zu Deutschland kaum eine Art "organisiertes Zuchtwesen". Dennoch ist die Tradition der Hirtenhundrassen stark in der Kultur verankert. 1996 kamen erstmals Züchter und Experten aus der ganzen Welt in der Türkei zu einem Symposium zusammen. Dort war man sich zwar einig, dass der Kangal eine eigenständige Rasse bei den Hirtenhunden darstellt, jedoch werden diese nicht nach gängigen Standards des VdH oder FCI gezüchtet.

Grund dafür ist, da in den Ursprungsländern nicht so sehr die optische Erscheinung der Kangals im Mittelpunkt steht, sondern die Tauglichkeit und Arbeitsfähigkeit. Selbst ein noch so schöner und reinrassiger Kangal gilt dort als untauglich und überlebt nicht, wenn er als Arbeitstier nicht zu gebrauchen ist. Denn auch die Hirten dort sind arm, und können es sich nicht leisten, ein weiteres Maul zu füttern, das ihnen sonst keine Vorteile bringt. Einen warmen Ofenplatz in den eisigen Wintern steht dort keinem Kangal zu. Frostige Winter und extrem heiße Sommer müssen mühelos und ohne Hilfe überstanden werden.

Da in der Türkei auch kein organisierter Tierschutz stattfindet und Kangals kaum Entwurmungen und Impfungen in Anspruch nehmen können, sterben bereits viele Welpen schon in den ersten Monaten, da sie den Bedingungen nicht standhalten können.

Das Erscheinungsbild eines Kangal in der Türkei kann nicht klar gezeichnet werden, da wie gesagt ein Standard dort keine Rolle spielt und jeder Hirte seine eigene Auffassung von einem optisch schönen Kangal hat. Die fällt vor allen Dingen bei der unterschiedlichen Fellänge und Größe der Kangals auf. Außerdem sind die meisten Kangals in ihren Ursprungsländern etwas kleiner als in unseren Breitengraden, was wohl hauptsächlich auf die ausbleibende "Großzucht" mit Spitzenfutter zurückzuführen ist.

Des weiteren spielt die soziale Integration der Hunde eine große Rolle. Ist ein Hund nicht sozial anpassbar kann er dort nicht kontrolliert werden und gefährdet bzw. stört das Überleben der Menschen. Aus diesem Grunde werden solche Hunde oftmals getötet oder verjagt.

Inzucht ist ebenso ein eher unbekanntes Phänomen in den Ursprungsländern. Ein Kangal mit besonderen Fähigkeiten wird zwar auch häufig als Zuchttier eingesetzt, jedoch niemals aufgrund seiner Optik. Dies vermeidet auch entstehende Zuchtlinien wie in Europa, aus denen dann Krankheiten wie HD, Epilepsie und Augenkrankheiten hervorgehen.

Leider ist auch in den letzten Jahren ein stark abnehmender Kangalbestand festzustellen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Welpen aufgrund von vielen eingeschleppten Krankheiten und Unterernährung einer hohen Mortalitätsrate ausgesetzt sind, und Impfungen, Wurmkuren und Behandlungen für die Hirten viel zu teuer und/oder nicht verfügbar sind. Nur 10 % aller geborenen Welpen können überhaupt überleben.

Zudem geht auch der Schafbestand der Herden besonders in der Region um Sivas in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach unten, so dass die Hirten auch weniger Kangals brauchen und weniger nachziehen.

Als Fazit kann man sagen, dass es sehr schade ist, dass eine solch schöne Rasse in ihrer eigenen Heimat so gefährdet ist, und die deshalb unbedingt unsere Hilfe und Unterstützung benötigt.

PostHeaderIcon Zucht von Kangals in Deutschland

Vergleicht man reinrassige Kangals, die in der Türkei gezüchtet wurden mit solchen, die in Deutschland gezüchtet wurden, fällt einem meist bereits beim ersten Blick auf, dass es wesentliche Unterschiede in Körperbau und Erscheinung gibt. Die "deutschen" Kangals sind meist größer als ihre türkischen Genossen und haben oft längere, schmalere Köpfe und größere Augen. Die ungewöhnlich großen Augen sind deshalb schädlich, weil sie die Hunde anfälliger machen für Entzündungen und Augenkrankheiten jeglicher Art. Zudem können die Augen dann eher durch Wind, Schnee etc. beschädigt werden.

Die Kangalzucht in Deutschland wird immer beliebter und hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt, was natürlich Veränderungen mit sich bringt. Die Hunde verändern teils ihre Körpergröße, teils auch die Fellfarben, so dass man bei manchen Tieren bereits von Schecken sprechen kann. ebenso zeigen sich Differenzen in der Fellänge, mit der deutlichen Tendenz zu längerem Fell in Deutschland.

Da diese Unterschiede teils sehr drastisch sind, argumentieren einige Züchter, man solle den Namen "Sivas Kangal" oder "Karabash" nicht mehr benutzen, sondern einfach alle unter "anatolischer Hirtenhund" zusammenfassen. Dies würde nicht viel bringen, vor allem würde es das nicht leichter machen, Laien die Rasse zu erklären, da man stets von "schwarzköpfigen Hunden" sprechen wird, die eben "Karabash" heißen.

Ein Argument der Befürworter ist, dass durch diese Zusammenfassung ein enorm höheres Genpotential zu erwarten wäre. An sich ist das richtig, da gerade in Deutschland die Inzucht immer mehr zunimmt und es auch in Zukunft immer weniger Hunde geben wird, die nicht mit Inzucht belastet sind. Jedoch meint man den Vorbildern aus Nordamerika folgen zu müssen und ordnet dann auch noch die Akbashs in die Kategorie des anatolischen Hirtenhundes. Aus dieser Hinsicht wäre die Zusammenfassung wenig sinnvoll, da der Kangal und Akbash eigenständige Rassen sind und es auch bleiben sollen.

Und wie sollte dieser zusammengefasste anatolische Hirtenhund in deutschen Zuchtvereinen präsentiert werden? Auch diese Hunde müssten sich der Zucht- und Ausstellungsordnung des VdH unterordnen, was heißt, dass auch diese Rasse eben hauptsächlich nach äußeren Kriterien bewertet würde. Schliesslich wären Mischlinge auf dem Markt, die eine ordentliche Ahnentafel besitzen, während reinrassige Kangals weiterhin ohne Papiere angeboten werden.

PostHeaderIcon Ab wann kann ein Kangal eine Herde bewachen?

Ein Kangalwelpe wird meist zum ersten Mal mit circa 3 Monaten mit seinen Eltern zur Herde zum Wachen geschickt. Wenn die Hunde dann ungefähr ein Jahr alt sind, haben sie in der Regel die nötigen Vorraussetzungen gelernt, die sie brauchen, um alleine eine Herde beschützen zu können. Mit 2 Jahren sind sie schliesslich auch körperlich voll ausgebildet und bereit gegen Angreifer zu kämpfen und die Herde zu verteidigen. Ab diesem Zeitpunkt sind sie voll befähigt, eine Herde alleine und umfassend zu beschützen.

Schon allein die körperliche Erscheinung der Kangals mit ihrem riesigen, muskulösen Körper, ihren kraftvollen Pfoten, den großen Zähnen und dem kräftigen, lauten Bellen schüchtert viele Angreifer ein und schlägt sie in die Flucht.

Dazu kommt außerdem, dass ein Kangal sich nicht so einfach von Futter überlisten oder verführen lassen wird, und, gemäß seiner Natur, eher misstrauisch bleibt.

PostHeaderIcon Wesen der Kangals im Standard aussen vor gelassen?

Eine Tatsache, die sehr schade ist, ist, dass bei vielen Züchtern heute nur noch der Standard der äußeren Erscheinung Bedeutung hat, und die Wesensmerkmale der Hunde ausser Acht gelassen werden. Hier stellt sich die Frage, wer überhaupt einen solchen Maßstab für Hunde bestimmen darf? Meist liest man überall nur standardisierte Werte der Fellfarbe, Größe, Kopfform, Rute etc., wobei der typische Charakter der Kangals oft nur kurz angestreift, wenn denn überhaupt erwähnt, wird.

Natürlich haben auch solche Beschreibungen einen Sinn. Bei Zuchtausstellungen oder Wettbewerben werden diese Merkmale von den Verbänden und Vereinen im Vorraus festgelegt, da den Punkterichtern oft nicht viel Zeit bleibt die Hunde zu beurteilen und zu bewerten. Hierbei ist es schon von Vorteil, wenn man bestimmte Vorgaben hat, nach denen man seine Wertung richten kann. Jedoch basiert diese dann wohl eher auf der äußeren Erscheinung und die Wesensmerkmale finden nahezu keine Beachtung.

Häufig kommt es jedoch auch vor, dass bestimmte Merkmale wie Gewicht zum Beispiel missachtet werden, um sich einem bestimmten aktuellen Modetrend anzupassen. So kann es passieren, dass ein Hund von einem Richter bevorzugt wird, weil er besonders schön ist und gerade in das Bild des neusten Trends passt und sich dann die Maßstäbe verschieben, was sehr schade ist, da hier viel von der Ursprünglichkeit der Hunde verloren geht und solche Zuchttiere dann auch häufiger eingesetzt werden als es der eigentlichen Rasse guttut. Daraus resultiert eben eine sehr enge Zuchtlinie.

Man darf nicht vergessen, dass gerade die Merkmale, die hier häufig übergangen werden, das Äußere eines Hundes mitformen. Es sind die inneren Werte und die Leistungstauglichkeit die die äußere Erscheinung bilden. Dies bedeutet, dass man gerade in der Zucht erhöhte Aufmerksamkeit denselbigen zuwenden sollte. Insbesondere wenn man geeignete Zuchthunde auswählt.

Daher sollte meiner Meinung nach höchste Priorität auf den Wesenszügen liegen (die ja immerhin viele Generationen brauchten um sich zu entwickeln!) und einer leistungsstarken Körperkonstruktion, wobei allerdings die äußere Erscheinung nicht vernachlässigt werden darf.

In der Türkei beispielsweise gibt es sowohl lang- als auch kurzhaarige Hirtenhunde, die sich aber von den Wesenszügen her gleichen. Dies resultiert aus den unterschiedlichen umweltbedingten Ansprüchen.

PostHeaderIcon Türkischer Standart

Folgender Text wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerald Hauser, vielen Dank nochmal! Seine Seite finde ihr hier.


Der türkische Kennel Club wurde 2001 gegründet. Folgender detaillierter Standard für den Kangal wurde von einer offiziellen Kommission des Landwirtschafts ministerium, Abt. Tierzucht und Viehwirtschaft, unter der Leitung von Dr Mustafa Özcan (Istanbul Universität) erarbeitet und auf dem Internationalen Kangal Symposium im July 2005 präsentiert. Er wurde vom türkischen Kennel Club anerkannt und als offizieller türkischer Standard für den Kangal bei der FCI hinterlegt.


Allgemeine Erscheinung

Kangal - Hunde sind große und starke Herdenschutzhunde, mit ehrfurchtgebietender Haltung und ausgeglichenen Proportionen. Der Kopf ist groß, die Ohren sind mittelgroß, schwarz und hängend, eine schwarze Maske bedeckt die Nase und Nasenrücken. Die Fellfarbe variiert zwischen sandfarben bis hellgrau, das Fell ist kurz mit dichter, doppelter Unterwolle. Die Rute wird in aufmerksamer Haltung hoch getragen und formt ein offenen Kreis über dem Rücken. Dieses sind die typische Merkmale dieser Rasse.

Charakter und Verhalten

Der Kangal ist ein Herdenschutzhund. Er beschützt die Schafs - und Ziegenherde instinktiv. Er bewacht sie eher als er sie hütet. Er ist mutig, schnell und agil. Er warnt vor Gefahr und wird Angreifer nur wenn absolut notwendig verfolgen. Er ist beschützend, ruhig und ausgeglichen zu allen Tieren in der Herde. Er handelt eigenständig und unabhängig vom Hirten. Er hat starke Instinkte, seine Arbeitfähigkeit betreffend. Er ist liebevoll und loyal zu seinem Halter. Er ist mißtrauisch Fremden gegenüber, aber zeigt niemals unnötige Aggression.

Kopf und Schädel

Der mesocephalische Kopf (Mittelköpfig) ist groß, aber in guter Proportion zum Körper inm allgemeinen. Die Proportion des Nasenrückens (vom Stopp bis zur Nasenspitze) zur Kopflänge beträgt 1:2.1 bis 1:2.5 . Nasenrücken und Oberkopf sind parallel. Bei einigen Hunden ist der Occiput etwas erhöht. Während der Rüdenkopf dem einen Löwen ähnelt, ist der Kopf einer Hündin vergleichsweise schmaler und eleganter. Die Ohren sind weit auseinander gesetzt und sind schwarz. Die charakteristische schwarze Maske muss Nase und Lefzen bedecken.

Schwere Fehler:

- Dolichocephal (schmalköpfig, langer Kopf)
- Brachycephal (kurzköpfig)
- Zu großer Kopf

Augen

Die Augen haben einen intelligenten und gelassenen Ausdruck. Im Verhältnis zum Kopf sind die Augen mittelgroß, mandelförmig (oval) und tief angesetzt. Die Augenlider sind schwarz. Die Augenfarbe variiert von honigfarben bis braun. Das Weiß im Auge und die inneren Augenlider dürfen nicht sichtbar sein.

Schwere Fehler:

- Große Augen
- Runde Augen
- Hängende Unterlider, hell gelbe Augen

Nase und Fang

Die Nase ist kräftig und abgestumpft, mit großen Nüstern. Wenn das Maul geschlossen ist und von der Seite betrachtet, ist die Nase viereckig im Profil. Die Maulpartie sowie der Unterkiefer sind gänzlich schwarz. An jeder Wangenseite hat er einen schwarzen Punkt. Die oberen und unteren Kieferpartien sind stark. Die Zähne im oberen und unteren Kiefer sind gut platziert und schließen als Scheren - oder Zangengebiss. Er hat ein kräftiges Gebiss.
Die schwarzen Lefzen sind so weit herabhängend, daß sie den Unterkiefer bedecken, aber fest genug, daß er nicht sabbert. Seine Zunge ist rosa.

Schwere Fehler:

- Schwere, tief herabhängende Lefzen
- Schmale, lange Nase

Ohren

Die Ohren sind mittellang, hoch angesetzt, hängend getragen und dreieckig in der Form, an der Spitze abgerundet. Sie sind am äußeren Ende des Schädels und hoch angesetzt, oberhalb der Augenlinie. Leicht angezogen, müssen die Ohrlappen das Auge bedecken können. Der vordere Ohransatz soll etwa in einer senkrechte Linie mit dem schwarzen Fleck auf der Wange sein. Die Ohren sind schwarz und komplementieren die schwarze Gesichtsmaske:

Schwere Fehler:

- Gerade Ohren
- Zu kurze oder zu lange Ohren

Hals

Der Hals ist etwas kürzer als die Kopflänge, dick, gut bemuskelt, leicht gewölbt am Kopfansatz. Leichte Wamme, ausgeprägter bei Rüden.

Schwere Fehler:

- Zu kurze oder zu lange Hals Proportionen,
- schwacher, dünner Hals

Körper

Der Körper ist gut proportioniert und mächtig. Die Rückenlinie fällt leicht von der Schulter, fließt dann parallel zum Boden. Leicht gewölbt über die Lenden bis zum Rutenansatz. Die Brusttiefe muss mindestens bis zum Ellbogen reichen. Stark, abgerundete Rippen. Mäßig aufgezogener Bauch, Lendenpartie gut bemuskelt. Die Schulter ist stark gebaut und gut bemuskelt und auf gleicher Höhe wie die Hinterschenkel. Der ganze Körper ist fest, gut bemuskelt und ohne Fett. Die Proportionen der Schulterhöhe und Körperlänge beträgt 1:1.2. Diese Proportionen geben den Hund eine leichte viereckige Erscheinung. Die Proportionen der Brustbreite Bbreite über die Schulter) und Brusttiefe (Breite zwischen Widerrist und Brustbein) beträgt 1:1.5.

Schwere Fehler:

- Schmale und schwache Brust
- Zylinderförmige Körperstruktur
- Zu schmaler Körperbau

Läufe

Vorder und Hinterläufe sind von starker Knochenstruktur, gut bemuskelt, kräftig und bewegen sich in enger Koordination mit dem Rest des Körpers. Von vorn gesehen, sind die Vorderbeine parallel und ganz gerade bis zum Boden. Die Ellbogen sind enganliegend am Körper. Die Hinterbeine sind kräftig, mit moderater Winkelung.

Schwere Fehler:

- Schwache oder schlecht bemuskelte Beine,
- zu stark oder zu schwach gewinkelt am Kniegelenk.
- Sprunggelenke, die nach Außen oder nach Innen gerichtet sind

Pfoten

Große, starke Pfoten. Geschlossene, gut gewölbte Zehen. Die Krallen sind kurz und stumpf. Die Krallenfarbe kann weiß oder schwarz sein. Die Pfotenkissen sind gut gepolstert, dunkel und fest. Afterkrallen (Wolfskrallen) können vereinzelt auftreten, werden aber nicht verlangt.

Schwere Fehler:

- Schmale, enge Pfoten
- Spreizpfoten

Rute

Die Rute reicht bis zum Sprunggelenk. Die Rute hat ein dichteres Fell als am Körper. Wenn der Hund entspannt ist, trägt er seine Rute hängend, die Spitze leicht nach oben eingerollt. Wenn er aufmerksam ist, trägt er die Rute über dem Rücken, und formt einen einfachen bis doppelten Ring. Der Ringel muss aber in eine Linie mit der Wirbelsäule sein, darf nicht seitlich zur einen oder anderen Hüfte fallen.

Schwere Fehler:

- Gefederte Rute (zu lange Haare) oder zu wenig Haare
- Nicht genug geringelt
- Gerade Rute

Harrkleid

Der Kangal ist eine kurzhaarige Rasse. Er hat ein doppeltes Haarkleid bestehend aus kurzer und längerer Haarschicht. Die äußere Haarschicht ist etwas länger und harscher. Die Unterwolle ist weich und dicht. A Hals und Schulterpartie ist das Haarkleid etwas länger als an anderen Körperteilen, eine Art Mähne. In Gesicht, Kopf und an den Ohren ist das Haar sehr kurz.

Schwere Fehler:

- Zu kurzes oder zu langes Fell
- Gewelltes oder lockiges Fell

Farbe

Hellgrau, sandfarbene und leicht bräunliche Nuancen sind erlaubt. Weiße Abzeichen werden nur an den Pfoten, aber höchstens bis zu den Knien, und an der Brust akzeptiert. Der Kangal muss die charakteristische schwarze Maske und schwarze Ohren haben. Außerhalb der Grundfarbe und Abzeichen dürfen keine weiteren Farben vorhanden sein.

Schwere Fehler:

- Mangelhafte Maske
- Weiße Markierung, die sich außerhalb des erlaubtes Bereich an der Brust und Pfoten ausdehnen

Bewegungen

Der Kangal bewegt sich ruhig und selbstbewusst, gibt ein Eindruck von Kraft und Geschmeidigkeit. Der Rücken bleibt gerade im Gehen und bei langsamer Geschwindigkeit, der Passgang ist bei dieser Geschwindigkeit erlaubt. Bei schnelleren Gangarten, wie beim Trab wird Kopf und Hals etwas erhöht getragen, in einer Linie mit dem Rücken. Die Schrittlänge ist mäßig, die Tritte sind weder zu kurz noch zu lang.

Gewicht

50 - 70 kg bei Rüden
40 - 55 kg bei Hündinnen

Größe

70 - 85 cm bei Rüden
65 - 75 cm bei Hündinnen

Disqualifizierende Fehler:

- Einseitiger oder beidseitiger Kryptorchidismus (Einhodigkeit)
- Braune Nase
- Hunde, die ihnen anvertraute Nutztiere töten, jagen oder beißen
- Ängstliche oder unsichere Hunde
- Hunde an der Herde, welche streunen
- Unkontrollierte Aggression
- Keine schwarze Maske
- Weiße Abzeichen im Gesicht
- Blaue, grüne oder schwarze Augen
- Über - oder Unterbiss
- Trägt bei Aufmerksamkeit seine Rute nicht gerollt über dem Rücken
- Jede andere Farbe als im Standard erlaubt
- Schecken, gestromt
- Jegliche weiße Abzeichen im Körper, außer an der Brust und an den Pfoten unterhalb der Knie

PostHeaderIcon Der Rassestandart des FCI

Klassifikation FCI: Gruppe 2, Pinscher u. Schnauzer - Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde: Ohne Arbeitsprüfung

In ihrem Wesen wirken die Tiere stets ausgeglichen und kühn, ohne jegliche Aggressivität. Sie sind unabhängig, äußerst intelligent und führig. Außerdem zeichnet sie ihr stolzer und vertrauenswürdiger Charakter aus. Gegenüber ihren Herren sind sie anhänglich und loyal, wobei erwachsene Hunde Fremden gegenüber allerdings eher misstrauisch sind.

Der Kangal ist ein großrahmiger, mächtiger, kräftig gebauter Hirtenhund, mit breitem und kräftigen Kopf und einem dichten Haarkleid. Trotz seiner Größe muss er schnell und ausdauernd sein. Erst dies ermöglicht es ihm, Begleiter der Herden zu sein. Erwachsene Rüden haben einen breiteren Kopf als Hündinnen.


Der Kopf hat einen großen, breiten, massiven Schädel, leicht abgerundet zwischen den Behängen, Hinterhauptbein gut ausgeprägt, doch nicht hervortretend, das Verhältnis von Oberkopf zum Vorgesichtsschädel ist ca. zwei Drittel zu ein Drittel, die Kopfhaut sollte gut anliegen, bei Aufmerksamkeit können Falten auftreten. Schwach ausgeprägter Stop.

Der Schädel ist kantig, nahezu rechteckig, gerade. Nicht sehr langer Nasenrücken, von der Wurzel bis zum Nasenspiegel kürzer als der Oberkopf vom Hinterhauptbein bis zum Stop, breite flache Stirn die halbiert wirkt durch eine leicht Furche, stark entwickelte Backenmuskulatur.

Der Nasenspiegel ist gut ausgebildet und schwarz, bei leberbraunen Exemplaren auch teilweise braun. Die Lefzen sind ebenfalls schwarz die Oberlippe liegt gut an und die seitliche Belefzung kann leicht hängend wirken. Die Unterkante der Oberlippe sollte nicht tiefer sein, als die Unterkante der Unterkiefers. Ober- und Unterkiefer sind kräftig ausgebildet, das Gebiss vollzahnig, mit einer regelmäßigen Schere. Die obere Schneidezahnreife greift ohne Zwischenraum über die untere, und die Zähne stehen senkrecht im Kiefer. Vollzahnig hat das Gebiss 42 Zähne.

Die Augen sind im Verhältnis zum Kopf eher klein und mandelförmig, von dunkler Farbe bis bernsteinfarben. Sie sollen gut eingebettet und eng anschließend sein mit schwarzen Lidrändern. Diese sind, ausser bei leberbraunen Hunden, ebenfalls schwarz. Der Augenwinkel soll zum Jochbein hin dunkel gesäumt sein.

Die Ohren sind ein V-förmiges Hängeohr mit abgerundetem Zipfel. Es wird eng anliegend und seitlich am Schädel hängend getragen und werden bei Erregung leicht angehoben. Aktive Hirtenhunde haben in der Türkei auch heute noch kupierte Ohren, außerhalb des Landes ist dies unerwünscht, bzw. verboten.

Der Hals ist stark bemuskelt, leicht gebogen und relativ kurz. Die Nackenlinie leicht gewölbt, stramm mit Halskragen, der besonders deutlich bei den Rüden zu erkennen ist und spitz zwischen den Schulterblättern ausläuft, bei sehr großen, schweren Typen etwas Wamme vorhanden.

Die Brust ist tief und mäßig breit, Brustkorb bis zu den Ellenbogengelenken reichend und zu den Flanken eine gut ansteigende untere Begrenzungslinie. Gut gewölbte Rippen, an den Seiten im unteren Drittel etwas abgeflacht, kraftvoller, muskulöser Körper, niemals Fett, mit festem, geradem und stark bemuskeltem Rücken, Widerrist leicht erhöht, Lendenpartie fest und kräftig, über den Lenden leicht gewölbt, Rumpf passend zur Beinlänge.

Die Schultern sind muskulös, das Schulterblatt winkelt sich mit einem flachen Winkel (+/-50°) in den Oberarm und steht von vorne gesehen nahezu senkrecht (+/-80°), die Vorderläufe bilden eine gerade Front, gut nebeneinander stehend mit kräftigen Knochen und einem kräftigem Vorderfußwurzelgelenk. Die Gesamtlänge des Unterarms beträgt mindesten die Hälfte der Widerristhöhe.

Die Hinterhand ist kräftig bemuskelt, und die Hinterläufe sind gut gewinkelt, das Hüftbein neigt zu einer steileren Lagerung, von hinten gesehen stehen die Pfoten senkrecht unter den Hüftgelenken und die Läufe stehen parallel zueinander, von der Seite gesehen wirkt das Kniegelenk etwas gestreckt, kurze Unterschenkel mit kräftigem Sprunggelenk und massiven Mittelfuß.

Die Pfoten sind kräftig und gut gewölbte Katzen- oder Wolfspfoten mit kurzen bis mittellangen, hellen oder schwarzen Nägeln und elastischen Ballen. Einfache oder doppelte Afterkralle erlaubt. Die Pfoten der Vorderläufe sind größer als die der Hinterläufe und sind weit auseinandergestellt. Sogenannte Wolfskrallen gibt es einfach oder doppelt, wobei nicht jeder Hund welche besitzt und sie auch kein Rassemerkmal sind. Außerem sind die ebenfalls nicht genetisch bedingt, sondern ein steinzeitliches Überbleibsel.

Die Rute hat einen breiten Rutenansatz, mittellang, bis zum Sprunggelenk reichend, in Ruhestellung hängend, bei Erregung in sich zusammengerollt über der Kruppe getragen mit möglichst buschig wirkenden Fell.

Der Gang ist ein entspannter, federnd kraftvoller Gang und bemerkenswert gleichmässig und harmonisch. Dabei ein gut getragener Kopf und Hals mit gerade Rückenlinie erwecken den Eindruck eines Jägers auf der Pirsch. Der Kangal bevorzugt langsame Bewegungen, die in hohe Geschwindigkeiten übergehen können, die Gliedmaßen sollen sich geradlinig und parallel bewegen, der Bewegungsablauf soll federnd, geschmeidig und kraftvoll erscheinen und die Rückenlinie soll auf einem Niveau verbleiben.

Das Fell ist kurz, schlicht stockhaarig mit heller oder dunkler, dichter Unterwolle, am Kopf und an den Gliedmaßen sind die Haare kürzer und fest anliegend. Jedoch können aufgrund von klimatischen Bedingungen große Differenzen in der Haarlänge der Hunde auftreten.Der Kangal ist einfarbig mit gutem Pigment, von Sandfarben über Beigefarben bis Stahlgrau, weißer Brustfleck und weiße Pfoten können auftreten, mit dunkler Maske, Brille und dunklen Behängen. Das Haarkleid tendiert außerdem im Winter zu größerer Länge.

Das Gewicht beträgt bei Rüden 49 - 64 kg, bei Hündinnen 40 - 59 kg., die Widerristhöhe bei Rüden 72 - 81 cm, bei Hündinnen 70 - 79 cm. Beim Kangal, wie bei den anderen Hirtenhunderassen auch, ist ein deutlicher geschlechtlicher Unterschied im Körperbau zu sehen.

Weiße Abzeichen sind ausschließlich an Pfoten, Brust und Kinn erlaubt. Weiße Abzeichen an den Pfoten können bis zur Mitte des Unterarms reichen. An der Brust sind weiße Abzeichen von Stern bis Blesse, die in einem schmalen Streifen unter der Brust fortgeführt werden kann, erlaubt. Blessen dieser Art sind oft mit dunklem Haar abgegrenzt. Am Kinn ist nur ein kleiner weißer Stern erlaubt. Das Rutenende ist gewöhnlich schwarz, die Mitte der Rute weist häufig einen schwarzen Fleck auf.

Disqualifizierende Fehler sind: Ein- oder beidseitiger Kryptorchismus. Bösartigkeit, merkliche Scheu oder Feigheit. scheckige, gestreifte oder vielfarbige Zeichnung. Gesamtfarbe weiß, schwarz, schokoladenbraun oder leberfarben. Leberfarbener oder schokoladenbrauner Nasenschwamm. Kupierte Ohren bei Hunden, die nicht in der Türkei gezüchtet wurden.

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