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Dieses Buch jedoch ist das absolute Standardwerk zum Thema und gehört in jedes Regal eines Hirtenhundbesitzers.
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Dein Hund ist entlaufen oder wird vermisst? Du musst deinen Kangal abgeben und suchst ein neues Zuhause für ihn? Oder du kennst einen Kangal, der in einem Tierheim auf Vermittlung wartet? Kangalworld hilft! Mehr Informationen hier: Kangals suchen eine Zuhause
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Wie beschützt ein Kangal eine Herde
22:04 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Ein anatolischer Hirtenhund beschützt seine Herde zum einen, indem er eine "äußere Grenze" um die Schafe zieht, die er einmal morgens und einmal abends umrundet, um das Territorium zu markieren. Nichts innerhalb dieser äußeren Grenze wird von den Hunden beschädigt, sie drehen lediglich ihre Runde und kehren danach zurück zur Herde.
Zum anderen zieht der Hund eine "innere Grenze" um die Herde, deren Gebiet er als Beschützerzone ansieht. Er hält sich immer zwischen der Herde und dieser Pufferzone auf, die er zwischen den beiden Begrenzungen gezogen hat, und verhält sich normalerweise immer ruhig, liegt in der Nähe der Herde solange, bis etwas ungewöhnliches in der Zone passiert, die er bewachen soll. Circa einmal pro Stunde steht er auf und zieht seine Kreise unter der Herde, überprüft alles, und legt sich dann wieder an einem neuen Platz nieder. Er erkennt sehr schnell, was der Situation zugehörig ist und welche Personen zu dem Umfeld gehören. Solange dann nichts ungewöhnliches auftaucht, bleibt er ruhig an seinem Platz liegen.
Ein ausgewachsener anatolischer Hirtenhund weiß instinktiv, dass er sich ruhig und vorsichtig zu verhalten hat, und sich unter der Herde unauffällig bewegen soll. Wenn er dauernd unruhig durch die Menge streifen würde, würde er damit die Tiere nervös machen und könnte sie somit nicht mehr richtig beschützen. Kangals haben hier eine sehr hohe Grenze, bis sie tatsächlich den Frieden stören weil sie etwas als Gefahr sehen. Beim ersten Bellen, dass sie dann von sich geben, signalisieren sie der Herde sogar immer noch, dass keine Gefahr besteht. Beim zweiten Bellen übermittelt er ihnen, dass der Störenfried immer noch anwesend ist und deshalb erhöhte Aufmerksamkeit angebracht ist. Die Herde wird dann weiterhin grasen, wird aber mit einem Ohr auf den Hund horchen.Wenn dieser dann entscheidet, dass eine Gefahr wirklich bedrohend ist, verändert sich beim Bellen die Tonlage. Er beginnt hin und her zu laufen und signalisiert der Herde, zusammenzukommen, und zeigt ihnen, in welche Richtung sie sich bewegen sollen, so dass ein Vorteil gegenüber dem Eindringling entsteht. Er kann durch seine Bewegungen die Herde sichern, ohne dabei dem Feind den falschen Eindruck eines Rückzuges zu vermitteln.
Der Körperbau der anatolischen Hirtenhunde ist so gemacht, dass sie etwas länger als hoch sind. Dies verleiht ihnen einen federnden Gang, der ihnen erlaubt, sich sehr schnell zu bewegen ohne aber den Eindruck einer solchen Schnelligkeit zu machen. Sie können eine Herde komplett durchqueren um alles zu überprüfen, ohne auch nur ein einziges Schaf zu beunruhigen. Seitdem die Hunde mit der Aufgabe bedacht wurden, Schafe in den Hochplateaus Anatoliens zu bewachen, mussten sie die gleiche Agilität wie die Schafe aufweisen. Sobald ihre Geschwindigkeit sich erhöht, wird ihr Gang sehr schmal, ideal also, um enge Pfade schnell zu durchkämmen. Durch diese Beweglichkeit benötigen sie auch gar kein massives Gewicht, um Feinde und Eindringlinge abzuwehren.
Eigentlich ist "hüten" nicht wirklich das richtige Wort für die Tätigkeit der Kangals. Die Herde kann laufen, wo immer sie hinmöchte, da die einzige Aufgabe des Hundes im Bewachen liegt. Sollte ein Mitglied in der Herde sich ungewöhnlich verhalten, wird der Hund in seiner Nähe bleiben und bellen, um die Aufmerksamkeit des Schäfers erregen. (Z.B. wenn ein Tier in einem Loch feststeckt oder sich irgendwo verfangen hat) Wenn ein Herdenmitglied auf dem Rücken liegt und sich absolut still verhält, wird das den Hund lediglich dazu veranlassen, bei ihm zu bleiben, nicht aber zu bellen. Denn solange das Tier ruhig daliegt, weiss der Hund nicht, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
Zum anderen zieht der Hund eine "innere Grenze" um die Herde, deren Gebiet er als Beschützerzone ansieht. Er hält sich immer zwischen der Herde und dieser Pufferzone auf, die er zwischen den beiden Begrenzungen gezogen hat, und verhält sich normalerweise immer ruhig, liegt in der Nähe der Herde solange, bis etwas ungewöhnliches in der Zone passiert, die er bewachen soll. Circa einmal pro Stunde steht er auf und zieht seine Kreise unter der Herde, überprüft alles, und legt sich dann wieder an einem neuen Platz nieder. Er erkennt sehr schnell, was der Situation zugehörig ist und welche Personen zu dem Umfeld gehören. Solange dann nichts ungewöhnliches auftaucht, bleibt er ruhig an seinem Platz liegen.
Ein ausgewachsener anatolischer Hirtenhund weiß instinktiv, dass er sich ruhig und vorsichtig zu verhalten hat, und sich unter der Herde unauffällig bewegen soll. Wenn er dauernd unruhig durch die Menge streifen würde, würde er damit die Tiere nervös machen und könnte sie somit nicht mehr richtig beschützen. Kangals haben hier eine sehr hohe Grenze, bis sie tatsächlich den Frieden stören weil sie etwas als Gefahr sehen. Beim ersten Bellen, dass sie dann von sich geben, signalisieren sie der Herde sogar immer noch, dass keine Gefahr besteht. Beim zweiten Bellen übermittelt er ihnen, dass der Störenfried immer noch anwesend ist und deshalb erhöhte Aufmerksamkeit angebracht ist. Die Herde wird dann weiterhin grasen, wird aber mit einem Ohr auf den Hund horchen.Wenn dieser dann entscheidet, dass eine Gefahr wirklich bedrohend ist, verändert sich beim Bellen die Tonlage. Er beginnt hin und her zu laufen und signalisiert der Herde, zusammenzukommen, und zeigt ihnen, in welche Richtung sie sich bewegen sollen, so dass ein Vorteil gegenüber dem Eindringling entsteht. Er kann durch seine Bewegungen die Herde sichern, ohne dabei dem Feind den falschen Eindruck eines Rückzuges zu vermitteln.
Der Körperbau der anatolischen Hirtenhunde ist so gemacht, dass sie etwas länger als hoch sind. Dies verleiht ihnen einen federnden Gang, der ihnen erlaubt, sich sehr schnell zu bewegen ohne aber den Eindruck einer solchen Schnelligkeit zu machen. Sie können eine Herde komplett durchqueren um alles zu überprüfen, ohne auch nur ein einziges Schaf zu beunruhigen. Seitdem die Hunde mit der Aufgabe bedacht wurden, Schafe in den Hochplateaus Anatoliens zu bewachen, mussten sie die gleiche Agilität wie die Schafe aufweisen. Sobald ihre Geschwindigkeit sich erhöht, wird ihr Gang sehr schmal, ideal also, um enge Pfade schnell zu durchkämmen. Durch diese Beweglichkeit benötigen sie auch gar kein massives Gewicht, um Feinde und Eindringlinge abzuwehren.
Eigentlich ist "hüten" nicht wirklich das richtige Wort für die Tätigkeit der Kangals. Die Herde kann laufen, wo immer sie hinmöchte, da die einzige Aufgabe des Hundes im Bewachen liegt. Sollte ein Mitglied in der Herde sich ungewöhnlich verhalten, wird der Hund in seiner Nähe bleiben und bellen, um die Aufmerksamkeit des Schäfers erregen. (Z.B. wenn ein Tier in einem Loch feststeckt oder sich irgendwo verfangen hat) Wenn ein Herdenmitglied auf dem Rücken liegt und sich absolut still verhält, wird das den Hund lediglich dazu veranlassen, bei ihm zu bleiben, nicht aber zu bellen. Denn solange das Tier ruhig daliegt, weiss der Hund nicht, dass etwas mit ihm nicht stimmt.
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Gesetzliche Lage: Ist der Kangal ein Kampfhund?
22:15 | Eingestellt von
Igelballprinzessin |
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Da ich immer wieder gefragt werde, ob Kangals tatsächlich "so gefährlich sind, wie man hört", hier eine kleine Aufklärung, da vielen offenbar immer noch nicht klar ist, ob und wie gefährlich diese Hunderasse wirklich ist.
Etwas grundsätzliches vorweg: Kangals sind weder Killer, noch sind sie Kampfhunde! In Deutschland gehört diese Rasse auch nur teilweise zu den Listenhunden. In Hamburg und Hessen wird er als potentiell gefährlich eingestuft. Man beachte das "potentiell". Sie werden so lange als potentiell gefährlich eingestuft, bis der Halter zum Beispiel durch einen Wesenstest das Gegenteil nachweisen kann. Als "gefährlich" wird hier ein Hund bezeichnet, der eine überaus hohe Angriffbereitschaft und Aggressivität zeigt. Doch wie bereits mehrfach erwähnt sind Kangals auf keinen Fall Angreifer, sondern Verteidiger, und werden von ihrer Kraft nur im äußersten Notfall Gebrauch machen.
Im Anschluss folgt ein Auszug aus der hessischen Verordnung, aus der hervorgeht, dass die Rasse Kangal (Karabash) zusammen mit zehn weiteren Rassen zu den Tieren gehört, deren Gefährlichkeit bis zum Beweis des Gegenteils vermutet wird. Viele meinen hierzu "Wenn der Kangal in Hessen als Listenhund geführt wird, wird das schon seinen Grund haben!". Das stimmt, jedoch sollte man auch beachten, dass er in über 10 Bundesländern nicht annähernd als gefährlich eingestuft wird, was wohl auch nicht ohne Grund der Fall sein dürfte!
Der Import nach Deutschland ist zwar nicht verboten, jedoch ist (Angaben der türkischen Botschaft in Berlin zufolge) die Ausfuhr von Kangals aus der Türkei verboten.
Hier nun ein Auszug aus der Hessichen Landeshundeverordnung :
Etwas grundsätzliches vorweg: Kangals sind weder Killer, noch sind sie Kampfhunde! In Deutschland gehört diese Rasse auch nur teilweise zu den Listenhunden. In Hamburg und Hessen wird er als potentiell gefährlich eingestuft. Man beachte das "potentiell". Sie werden so lange als potentiell gefährlich eingestuft, bis der Halter zum Beispiel durch einen Wesenstest das Gegenteil nachweisen kann. Als "gefährlich" wird hier ein Hund bezeichnet, der eine überaus hohe Angriffbereitschaft und Aggressivität zeigt. Doch wie bereits mehrfach erwähnt sind Kangals auf keinen Fall Angreifer, sondern Verteidiger, und werden von ihrer Kraft nur im äußersten Notfall Gebrauch machen.
Im Anschluss folgt ein Auszug aus der hessischen Verordnung, aus der hervorgeht, dass die Rasse Kangal (Karabash) zusammen mit zehn weiteren Rassen zu den Tieren gehört, deren Gefährlichkeit bis zum Beweis des Gegenteils vermutet wird. Viele meinen hierzu "Wenn der Kangal in Hessen als Listenhund geführt wird, wird das schon seinen Grund haben!". Das stimmt, jedoch sollte man auch beachten, dass er in über 10 Bundesländern nicht annähernd als gefährlich eingestuft wird, was wohl auch nicht ohne Grund der Fall sein dürfte!
Der Import nach Deutschland ist zwar nicht verboten, jedoch ist (Angaben der türkischen Botschaft in Berlin zufolge) die Ausfuhr von Kangals aus der Türkei verboten.
Hier nun ein Auszug aus der Hessichen Landeshundeverordnung :
§ 2 Gefährliche Hunde
(1) Gefährlich sind Hunde, die durch Zucht, Haltung, Ausbildung oder Abrichtung eine über das natürliche Maß hinausgehende Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder eine andere in ihren Wirkungen vergleichbare, mensch- oder tiergefährdende Eigenschaft besitzen. Für folgende Rassen und Gruppen von Hunden sowie deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden wird eine Gefährlichkeit vermutet:
1. Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier,2. American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier, 3. Staffordshire-Bullterrier, 4. Bullterrier, 5. American Bulldog, 6. Dogo Argentino, 7. Fila Brasileiro, 8. Kangal (Karabash), 9. Kaukasischer Owtscharka, 10. Mastiff, 11. Mastino Napoletano.
(2) Gefährlich sind auch die Hunde, die
1. einen Menschen gebissen oder in Gefahr drohender Weise angesprungen haben, sofern dies nicht aus begründetem Anlass geschah,
2. ein anderes Tier durch Biss geschädigt haben, ohne selbst angegriffen worden zu sein, oder die einen anderen Hund trotz dessen erkennbarer artüblicher Unterwerfungsgestik gebissen haben oder
3. durch ihr Verhalten gezeigt haben, dass sie unkontrolliert andere Tiere hetzen oder reißen.
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